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Ägypten und Tunesien: Urlaub schön und günstig?

OVB
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Es wird wieder nach Ägypten und auch Tunesien gereist. Allerdings wird mit der angehenden Demokratie dort wohl der "billige Jakob" verschwinden. Das glaubt zumindest Christoph Müller vom Reisebüro im Volksbank-Gebäude.

Waldkraiburg - Nach den Revolutionen in Tunesien und Ägypten wirbt Entwicklungsminister Dirk Niebel für Urlaubsreisen in beide Länder.

Jetzt sei die Gelegenheit, "einen schönen Urlaub zu günstigen Preisen zu bekommen", sagte der FDP-Politiker. Das Auswärtige Amt habe die Reisewarnungen aufgehoben, damit sei Tourismus ausdrücklich wieder möglich.

"Die Reisen nach Ägypten oder Tunesien sind ein bisschen billiger als im Vorjahr", berichtet Christoph Müller vom Reisebüro im Volksbank-Gebäude, jedoch nicht superbillig. Zu den Oster- und Pfingsferien seien beide Länder bereits im Vorfeld bestens gebucht und wegen der zeitlichen Beschränkungen zurzeit der Unruhen nicht kostenfrei stornierbar gewesen. Derzeit könne man günstige Preise für kurzfristige Trips bekommen. Dass durch die politische Situation Dumpingpreise entstehen würden, habe sich nicht bewahrheitet. "Wenn sich die beiden Länder nun anschicken, demokratisch zu werden, werden die ohnehin günstigen Preise im Gesamtportfolio der Reiseländer nicht bleiben", so Müllers Einschätzung. Demokratie bedeute Freiheit und damit auch die Freiheit der Menschen des Reiselandes, mehr verdienen zu wollen.

Rundreisen in Ägypten, etwa Nilkreuzfahrten, werden von den Veranstaltern nach wie vor eher verhalten angeboten. "Da geht man wohl langsam ran, man will erst die Baderegionen wieder stabilisieren", so Müller.

Die anderen Reisebüros in der Stadt berichten, die Nachfrage insgesamt sei noch zurückhaltend, doch erste Anfragen und auch Buchungen habe es bereits gegeben. "Erste Kunden holen sich wieder Kataloge und informieren sich", so Andrea Grötzinger vom Reisebüro Steinmüller. Schließlich werden derzeit günstige Urlaubsreisen angeboten.

Festzustellen sei aber, dass sich die Nachfrage vor allem auf Ägypten beschränkt. "Bei Tunesien trauen sich die Kunden noch nicht, da sind sie eher zurückhaltend", hat Liane Viertel vom Reisebüro Tui Travel Star festgestellt. Das bestätigt auch Katharina Leibel vom Reisebüro Scheitzeneder. Sie vermutet, dass sich die Nachfrage wohl erst wieder im Herbst steigern werde. Das sei traurig für das Land, da dort die Urlaubersaison eigentlich bereits im April, Mai beginne.

Bei allen Waldkraiburger Reisebüros war die Zahl der Stornierungen während der Unruhen in den beiden Ländern nicht allzu groß. Es seien sogar Kunden trotz der Unruhen geflogen und hätten vor Ort davon gar nichts mitbekommen. Laut Entwicklungsminister Niebel sind Reisen nach Ägypten und Tunesien wieder ausdrücklich möglich. Niebel betonte: "Von jedem Arbeitsplatz im Tourismus hängen in Ägypten sieben Arbeitsplätze ab." Es sei daher von zentraler Bedeutung für die soziale Stabilität in der Region, dass der Tourismus möglichst schnell wieder anlaufe. Vor dem Sturz der langjährigen Machthaber gehörten beide nordafrikanischen Länder mit zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen.

hsc/kla/Waldkraiburger Nachrichten