Projekt im Bauausschuss begrüßt

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Waldkraiburg - Selten wurde ein Vorhaben so positiv im Stadtentwicklungsausschuss aufgenommen wie dieses: Die Firma K-Immobilien will an der Ecke Duxer-/Teplitzer Straße ein fünfgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus errichten.

Das Projekt würde eine "ewige" Baulücke im Zentrum schließen.

Noch handelt es sich nicht um einen Bauantrag, sondern um eine Bauvoranfrage, die im Ausschuss positiv beschieden wurde.

Die erste Entwurfsplanung, die Thomas Elger im Auftrag der Firma K-Immobilien von Hans Köck aus Peterskirchen erarbeitete und jetzt im Stadtentwicklungsausschuss vorstellte, sieht die Errichtung eines 45 Meter langen und 16 bis 20 Meter breiten Baukörpers vor, der unmittelbar an die bestehende Bebauung in der Duxer Straße anschließt. Zur Teplitzer Straße hin soll eine Arkadensituation mit Schaufensterbereichen für die Läden entstehen.

Im Erdgeschoss (700 Quadratmeter) und im ersten Obergeschoss (866 Quadratmeter) sind jeweils Gewerbeeinheiten geplant, Läden, Gastronomie oder Büros im Erdgeschoss, Arztpraxen, Büros, Kanzleien im ersten Stock. Das zweite und dritte Obergeschoss (jeweils 866 Quadratmeter) will der Investor laut Elger selbst nutzen. Hier sollen Büroräume und Besprechungszimmer für Köcks Unternehmen SZU GmbH entstehen. Die Firma, die Gutachten und Schadensbewertungen aller Art erstellt, ist bereits mit rund 50 Mitarbeitern in der Hirschberger Straße in Waldkraiburg ansässig und möchte insgesamt rund 70 Beschäftigte auch aus anderen Niederlassungen in dem neuen Gebäude konzentrieren.

Im vierten Obergeschoss sind etwa fünf Wohneinheiten (zwischen 65 und 85 Quadratmetern) mit Dachterrassen vorgesehen. Dieses Dachgeschoss ist zurückversetzt und mit einem Pultdach versehen.

Im Untergeschoss sind Keller- und Lagerräume für Wohnungen und Gewerbeeinheiten geplant.

Wie Ingenieur Elger ausführte, will der Investor die Einheiten nicht verkaufen, sondern vermieten. Schon im Frühjahr wolle man an die Realisierung des Projekts gehen, so der Planer.

Das Vorhaben entspricht weitgehend den Festsetzungen des rechtskräftigen Bebauungsplanes Nr. 33 für das Gebiet östlich der Berliner- und südlich der Teplitzer Straße. Weder Spielhallen noch Discounter seien geplant, betonte Elger, auch Alten- oder Pflegeheim seien kein Thema.

Von einer "sehr gefälligen Planung" sprach Bürgermeister Siegfried Klika. Wenn das realisiert wird, mache sich Elger ebenso wie der Investor "unsterblich". Ähnlich positiv äußerten sich Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer und Anton Sterr. "Dass ich im Stadtrat noch erleben darf, dass dieser Schandfleck in Waldkraiburg verschwindet", könne er nur begrüßen, so der CSU-Fraktionssprecher.

Eine offene Frage ist das Thema Stellplätze. Als "sehr sinnvoll" erachtet Verkehrsreferentin Margit Roller die Errichtung einer Tiefgarage. Der Parkdruck sei an dieser Stelle sehr groß. Der Investor möchte von einer neuen Tiefgarage absehen und sieht wegen des Überhangs an Parkplätzen in der bestehenden Tiefgarage keine Notwendigkeit dafür.

Wie viele Stellplätze notwendig sind, lässt sich aber erst beurteilen, wenn die Nutzung der Gewerbeeinheiten klar ist.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Region Waldkraiburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser