Problem-Grundstück geräumt

Aschau - Schon Ende August hatte Jürgen Schröder das Landratsamt alarmiert, weil ein Privatgrundstück in der Buchenstraße in Aschau völlig vermüllt und das Erdreich durch ausgelaufenes Öl verunreinigt war.

Mittlerweile ist der Abfall entsorgt und das verunreinigte Erdreich entfernt. Und der Aschauer Bürger fühlt sich auf der ganzen Linie bestätigt.

Schröder ärgert sich über Verzögerung

Eine Firma habe das kontaminierte Erdreich und das verunreinigte Bauwerk, Betonplatten und Betontreppe, entfernt, bestätigt das Landratsamt. Diese Arbeiten seien "gewissenhaft durchgeführt" worden, heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: Bei einer Ortseinsicht der Behörde zusammen mit dem Wasserwirtschaftsamt Rosenheim "konnten keine Bodenverunreinigungen mehr durch Altöle, Heizöl oder andere wassergefährdende Stoffe festgestellt werden".

Das ausgekofferte Erdreich und die Betonteile werden derzeit noch in mehreren 200 Liter-Fässern in einer Garage auf dem Grundstück und in einer nahen Werkstatt zwischengelagert. Das Landratsamt habe die Zwangsverwaltung aufgefordert, das Material ordnungsgemäß zu entsorgen.

"Aus wasserwirtschaftlicher Sicht sind keine weiteren unmittelbaren Maßnahmen mehr erforderlich", stellt die Behörde fest. Eine Prüfung der Sohle der ausgekofferten Bereiche "habe keine Belastung durch die genannten ausgelaufenen Stoffe" ergeben.

Dass mehrere Wochen vergingen, bis das verunreinigte Erdreich entfernt wurde, ärgert Jürgen Schröder. Das Landratsamt begründet dies mit der Rechtslage. Bei der Ortseinsicht waren oberflächliche Ablagerungen erkennbar, deshalb habe das Amt mit dem Grundstückseigentümer Kontakt aufgenommen, um nicht die Allgemeinheit mit den Kosten zu belasten.

Eigentümer hat Fristen verstreichen lassen

Weil dieser nicht reagierte und das Grundstück zur Versteigerung anstand, benachrichtigte die Behörde die eingesetzte Zwangsverwalterin. In beiden Fällen müssten aus Gründen der Verhältnismäßigkeit Fristen eingeräumt werden. Diese habe der Eigentümer verstreichen lassen. In enger Zusammenarbeit mit der Zwangsverwalterin sei die Räumung "effektiv abgehandelt" worden. Dabei seien dem Landratsamt und damit dem Gebührenzahler keine zusätzlichen Kosten entstanden.

Fall wurde von Behörden unterschätzt

Jürgen Schröder ist mit dem Ergebnis zufrieden, auch deshalb weil ein Vertreter der Behörde in einer schriftlichen Mitteilung an den Bürger eingeräumt hatte, das Ausmaß des Schadens sei wohl wegen der starken Vermüllung zunächst "anscheinend" sowohl vom Abfallfachbereich im Landratsamt wie von der Polizei unterschätzt worden.

hg/Mühldorfer-Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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