Planung für MÜ25 beschlossen

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Die Bauleitplanung für die Kreisstraße MÜ25 ist abgeschlossen. Alle Einwände wurden vom Gemeinderat abgewogen und beschlossen. Jetzt haben die Behörden das Wort.

Aschau - Die Gemeinde erlässt einen Flächennutzungs- und Bebauungsplan für die MÜ 25. Dabei gab es Änderungen bei der Straßenführung im Bereich Haselbach

Die Bauleitplanung der Kreisstraße MÜ25 war einmal mehr Thema im Gemeinderat. Flächennutzungsplan und Bebauungsplan mit Grünordnungsplan waren in den vergangenen Wochen zur Einsichtnahme ausgelegen, jetzt haben die Räte die Einwände behandelt. Die meisten Behörden und Kommunen hätten ihr Einverständnis erklärt, so Doris Maroski vom Landshuter Ingenieurbüro für kommunale Planungen.

Lediglich der Bund Naturschutz und der Landesbund für Vogelschutz LBV haben Bedenken gegen beide Planungen vorgebracht, das Landratsamt, Abteilung Naturschutz beim Flächennutzungsplan. Diese Vorschläge könnten weitgehend und ohne großen Mehraufwand umgesetzt werden, erklärte Maroski, das könne im Zuge der ökologischen Baubegleitplanung geschehen, es müsse kein neuer Planentwurf angefertigt werden.

So wurden Artenschutzmaßnahmen, wie Pflanzung heimischer Sträucher, das Aussäen einer Wiesenbrüterfläche, die Schaffung wasserführender Mulden und Senken, das Anlegen von Kies- und Sandhaufen sowie ein Brachstreifen vorgeschlagen. Der könne wegen der örtlichen Gegebenheiten nur 500 nicht 700 Meter lang werden, so Maroski. Und auch die geforderte Renaturierung des Howaschengrabens sei aus Gründen des Grunderwerbs nicht möglich. Das Ausweichen beim Schaffen der Ausgleichsflächen sei aber mit der Naturschutzbehörde so abgestimmt, erklärte Maroski. Der LBV hatte sogenannte "Lerchenfenster", kleine Lücken im Getreidefeld, in denen Lerchen geschützt brüten können, gefordert, für die eine Kuppenlage optimal sei. "Die ist allerdings im Talbereich nicht möglich", sagte Maroski.

Die Gemeinderäte beschlossen die eingegangenen Stellungnahmen ohne Diskussion einstimmig. Anschließend wurde per Feststellungsbeschluss der Entwurf der 6. Änderung des Flächennutzungsplan einstimmig beschlossen und auch der Bebauungsplan wurde mit den vorgenommen Änderungen einstimmig als Satzung beschlossen.

Weitere Änderungen gab es bei der Straßenführung der MÜ25. Aus Sicht des Straßenbauamtes Rosenheim sei eine Umgestaltung des Kreuzungsbereiches der nördlichen Zufahrt Haselbach nötig, erklärte Bürgermeister Alois Salzeder. Auch die Feldzufahrt im Kreuzungsbereich mit der Wolfgruber Straße müsse verlegt werden. Würden diese Änderungen nicht vorgenommen sei der Zuschuss des Straßenbauamtes gefährdert, so der Bürgermeister. Am Ende der Mü25 neu, Richtung Steinberg, müsse eine Linksabbiegespur mit 3,50 Meter Breite eingeplant werden, die Breite sei wegen der schweren landwirtschaftlichen Maschinen notwendig. Die Kosten der Maßnahmen belaufen sich auf rund 40.000 Euro. Der Gemeinderat beschloss die Änderung einstimmig, im vereinfachten Verfahren werden jetzt Öffentlichkeit und Behörden angehört.

nl/Mühldorfer-Zeitung

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