And the Oswald goes to...

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Die Freude über den Filmpreis "Oswald" vom Jugendamt war bei den Waldkraiburger (unser Bild oben) und Neumarkter Schülern gleichermaßen groß.

Waldkraiburg/Neumarkt-St.Veit - ... the Achtklässler der Waldkraiburger Hauptschule an der Franz-Liszt-Straße und der Herzog-Heinrich-Mittelschule in Neumarkt-St. Veit. Wochenlang schufteten sie dafür!

Wochenlang arbeiteten Achtklässler der Waldkraiburger Hauptschule an der Franz-Liszt-Straße und der Herzog-Heinrich-Mittelschule in Neumarkt-St. Veit zusammen mit dem Münchner Filmemacher Andreas Wimmer an dem Kurzfilm "In sein - Außenseiter sein". Bei der Premiere gab es einen Filmpreis.

Bei der Premiere im Waldkraiburger "Cinewood" stellten die Schüler der beiden Schulen die beiden Filme vor und bekamen sogar einen Filmpreis.

Mit großer Spannung erwarteten die Zuschauer im Kinosaal die Präsentation der Filme. Kinobetreiber Thomas Rahnert war von der Arbeit der Schüler so begeistert, dass er für die Veranstaltung nicht nur zwei Vorstellungen sausen ließ, sondern auch einen roten Teppich für die jungen Filmemacher ausrollte.

Meldeten sich freiwillig zum Filmprojekt an: Neumarkter Schüler der Klassen 8a und 8Mb.

Die Idee zum Dreh der Kurzfilme stammt von Matthias Ettinger von der Präventionsstelle des Mühldorfer Amtes für Jugend und Familie. Er stellte dem Premierenpublikum das Projekt vor. Die Medienkompetenz, die Jugendliche zweifellos besitzen, sollte dabei sinnvoll genutzt werden. "Es überwiegen leider die negativen Schlagzeilen zu diesem Thema. Häufig sind es Gewaltszenen, die mit dem Handy gefilmt wurden. Das wollten wir ändern", erklärte er.

Die Vorführung begann mit dem Streifen "Mobbing in der Schule" von der Klasse 8b der Waldkraiburger Franz-Liszt-Hauptschule. Bei einem Fußballspiel wird ein Schüler gemobbt und angegriffen. Andere kommen ihm aber zu Hilfe und klären die Situation. Für die etwa zwei Minuten lange Szene waren viele Arbeitsstunden nötig. In kleinen Gruppen schrieben die Jugendlichen zunächst mehrere Drehbücher.

Später wählten sie gemeinsam mit Andreas Wimmer von Kaluza-Film das aus, das sich am besten als Plansequenz - also an einem Stück - drehen ließ.

Dann wurden die Aufgaben verteilt. Nicht jeder konnte als Schauspieler vor der Kamera stehen. Einige bewiesen ihr Talent stattdessen als Regisseure, Kameraleute oder Kostümbildner.

Etwas anders lief das Projekt an der Herzog-Heinrich-Mittelschule in Neumarkt-St. Veit ab. Vier Burschen und zwei Mädchen aus den Klassen 8a und 8Mb meldeten sich freiwillig für die Teilnahme am Filmprojekt. Vor dem Dreh erhielten sie Theorieunterricht. Dabei erfuhren sie von Wimmer alles Wissenswerte über Kameraperspektiven und die Entwicklung eines Drehbuches.

Auch die Neumarkter entschieden sich für eine Fußballszene. An einem Sommertag bei Temperaturen von mehr als 30 Grad wurde der Film "Weg zur Freundschaft" auf dem Sportplatz gedreht.

Im Film wird ein Jugendlicher von anderen beschimpft und darf nicht mitkicken. Ein Mädchen geht dazwischen und erklärt ihren Freunden, dass der Junge ihr kürzlich in einer Notsituation geholfen habe. Schließlich geben ihm die anderen eine Chance. Beim gemeinsamen Fußballspielen freunden sie sich sogar mit ihm an.

Landrat Georg Huber lobte das Engagement der Jugendlichen beim Filmdreh und betonte die gute Zusammenarbeit zwischen Schulen und Jugendamt.

Dr. Marcel Huber, Staatssekretär im Kultusministerium, warnte vor den Gefahren der neuen Medien: peinliche Fotos, die im Internet auftauchen und Nachmittage, die mit stundenlangem Surfen im Netz verbracht werden. Vom Präventionsprojekt war er begeistert und überreichte den Schülern im Namen des Jugendamtes den Filmpreis "Oswald", der dem "Oscar" aus Hollywood verblüffend ähnlich sieht.

Die passenden Worte zum Abschluss fand Kinobetreiber Rahnert. "Macht weiter so, wir haben noch größere Leinwände", meinte er zu den Schülern.

bea/Waldkraiburger Nachrichten

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