Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Gedenkstunde der Banater Schwaben am Mahnmal der Vertreibungen

An Opfer der Deportation erinnert

Unter den Klängen der Banater Kapelle legten Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer (links) und Georg Ledig, Vorsitzender der Banater Schwaben, einen Kranz am Mahnmal der Vertreibungen nieder. Foto hg
+
Unter den Klängen der Banater Kapelle legten Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer (links) und Georg Ledig, Vorsitzender der Banater Schwaben, einen Kranz am Mahnmal der Vertreibungen nieder.

Waldkraiburg - Der Deportation von Zehntausenden von Deutschen aus Rumänien in sowjetische Arbeitslager gedachten die Banater Schwaben in einer Feierstunde am Mahnmal der Vertreibungen.

Wie der Vorsitzende der Landsmannschaft, Stadtrat Georg Ledig, ausführte, waren im Januar 1945 33000 Banater Schwaben, 30700 Siebenbürger Sachsen und 5000 Sathmahrer Schwaben in Kohle- und Industriereviere der Sowjetunion verschleppt worden. Bis 1949 leisteten sie Zwangsarbeit unter unmenschlichen Bedingungen. Viele kehrten nicht zurück.

Für die Banater Schwaben waren die Jahre der Leiden damit noch nicht beendet. Viele wurden später in die Baragan-Steppe deportiert, nach der Rückkehr folgte die Enteignung und Kollektivierung der Landwirtschaft in Rumänien. Über die Ereignisse legte sich aus Furcht vor Repressalien durch das kommunistische Regimes ein Mantel des Schweigens. Erst nach dem Umsturz konnte das Unrecht beim Namen benannt werden.

Für Rechte der Menschen eintreten

Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer, der wie die stellvertretende Landrätin Eva Köhr, Stadträte sowie befreundete Landsmannschaften und Vereine mit Fahnenabordnungen an der Feier teilnahm, sagte, dass die Erinnerung dazu da sei, um die Aussöhnung mit der Vergangenheit und den Nachbarn im Osten voranzubringen. Pfarrer Martin Garmaier forderte die Versammelten, unter ihnen auch Opfer und Zeitzeugen der Deportation, auf, auf Gott zu schauen, dass er die Kraft gebe, gegen Unrecht aufzustehen und für das Recht der Menschen einzutreten.

Waldkraiburger Nachrichten

Kommentare