Obsession Urban: Let´s battle!

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Waldkraiburg - Gekonnte Sprünge, irre Verrenkungen und coole Moves - das dritte Obsession Urban im Haus der Kultur begeisterte erneut zahlreiche Fans und Zuschauer.

Dabei konnten Breakdancer, die B-Boys, aus ganz Europa in drei Kategorien gegeneinander antreten, sich "batteln". Jugendreferentin Inge Schnabl war mit der dritten Auflage des Events sehr zufrieden.

Gut eingestimmt durch den Auftritt der Waldkraiburger Streetdance-Gruppe "Brook Actions Company" und der Moderation von "Mr. FreakyLoon" verfolgte das Publikum die waghalsigen und akrobatischen Tanzeinlagen der Teilnehmer, die mit halsbrecherischem Tempo über den Tanzboden des Stadtsaals wirbelten.

Bewertet von einer namhaften Jury kämpften die Teilnehmer im Alter von zwölf bis 40 Jahren um den Sieg in der jeweiligen Kategorie. Zu den Beats der DJs "Cosmic" aus Österreich und "Arak" aus Deutschland gaben die Tänzer ihr Bestes und brachten das Publikum zum Staunen.

Anfangs "battelten" die B-Boys in der Disziplin "1 vs. 1 Popping Battle". Das "Popping" zeichnet sich vor allem durch kurze, impulsive Bewegungen aus. Es treten zwei Tänzer gegeneinander an und versuchen, den anderen mit kreativeren und originelleren Moves zu übertreffen. Als Sieger ging dabei B-Boy "Prince Mio" aus Berlin hervor.

Darauf folgte das "7 to Smoke B-Boy Battle". Dabei befinden sich mehrere Breaker gleichzeitig auf der Tanzfläche und versuchen, sich nacheinander beim Tanzen zu übertreffen. Diese Diziplin gewann "AQ", Mitglied der "Incredible Syndicate Crew" aus Nürnberg.

Beim "4 vs. 4 Crew Battle" tanzen jeweils vier Tänzer aus einer Crew gegeneinander. Hier gewannen "Seven-Eleven" aus Stuttgart.

Breakdance-Battle

Vor der Preisverleihung hielten die Besucher und die B-Boys für eine Schweigeminute zum Gedenken an Jakob Reile inne. Er war Mitglied bei den "CoffeeBreakz" und kam im vergangenen Jahr bei einem Autounfall auf der A 94 bei Winhöring ums Leben.

Beim diesjährigen Wettbewerb konnten sich die Organisatoren über mehr Zulauf freuen als im vergangenen Jahr. Knapp 450 Besucher aller Altersklassen bestaunten die Teilnehmer und feuerten diese auch kräftig an, freute sich Jugendreferentin Inge Schnabl.

Die Idee zu dem Wettbewerb entstand aus dem Wunsch heraus, die Jugend in der Szene besser zu fördern, sagte Gregor Belcyk von den "CoffeeBreakz". Es gehe vor allem darum, den Jugendlichen eine Plattform zu geben. Schnabl lobte die abermals gute Zusammenarbeit mit den "CoffeeBreakz" und dem Jugendparlament, die den Event gemeinsam auf die Beine stellten. "Die Vorbereitungen dauerten etwa ein dreiviertel Jahr", erzählt sie. Doch der Aufwand lohne sich. Vor allem die gute Werbung habe sich dieses Jahr ausgezahlt, erklärte Schnabl und stellte in Aussicht, dass der Wettkampf im nächsten Jahr wahrscheinlich wieder stattfinden werde.

Sie erzählte weiter, dass die Kosten für die Türsteher vom Sicherheitsdienst Ebner selbst getragen werden, als "Geschenk zum Stadtjubiläum". Doch viel zu tun hatte die Security an diesem Tag nicht. Die Teilnehmer waren sehr entspannt und begrüßten sich untereinander freundschaftlich. "Sicher ist es eigentlich ein Wettkampf", erzählt ein B-Boy, "aber hier trifft man viele alte Bekannte wieder, da geht es nicht so sehr ums Gewinnen". An erster Stelle stehe für ihn dabei der Spaß an der Bewegung.

Schirmherr der Veranstaltung war Waldkraiburgs Bürgermeister Siegfried Klika. Auch er freute sich über die vielen Besucher und Teilnehmer. Augenzwinkernd sagte er, dass das Event gut zur momentanen Haushaltslage passe. Die stehe nämlich genauso Kopf wie die B-Boys an diesem Tag. Hauptsponsor des "Obsession Urban B-Boy Battle" waren die Stadtwerke Waldkraiburg. Auch MdB Stephan Mayer und Miss Waldkraiburg Olga Borher, sowie Mister Waldkraiburg Felix Hasenberger kamen als Zaungäste.

sag/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © hpf

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