Erst das Feuerwehrhaus, dann das Bürgerhaus?

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So soll das neue Oberornauer Feuerwehrhaus aussehen.

Obertaufkirchen/Oberornau (MA) - Feuerwehrvorstand Sebastian Lentner eröffnete die jüngste Versammlung seines Vereins mit einem Rückblick.

Bereits am 28. Januar 1991 habe er, der damalige Kommandant, bei der Gemeinde Obertaufkirchen einen Antrag für ein Feuerwehrgerätehaus gestellt. Bürgermeister Sebastian Bauer habe den Antrag im Gemeinderat zur Sprache gebracht, doch seien dann die weiteren Aktivitäten im Sand verlaufen.

Als Rudolf Hartinger Bürgermeister wurde, hätten die Oberornauer einen neuen Anlauf unternommen und Ende der 90er-Jahre die Braun-Halle als Gerätehaus vorgeschlagen.

Wiederum mussten viele Jahre vergehen, ehe Franz Ehgartner 2008 Bürgermeister von Obertaufkirchen und wurde. Mittlerweile hätten erste Vorgespräche mit dem Architekt Andreas Maier stattgefunden. Hinter der Kirche besitzt die Gemeinde zwei Grundstücke, und auf dem größeren solle nun das neue Feuerwehrhaus erstellt werden.

Architekt Maier stellte seinen Plan nun den Besuchern der Versammlung vor. Die Fahrzeughalle werde rund 18 Meter lang und über zwölf Meter breit werden; der Anbau für Schulungsraum, Kommandantenbüro, sanitäre Anlagen und verschiedene Räumlichkeiten solle 13,5 Meter breit und über elf Meter lang werden. Vor der Fahrzeughalle sei ein Übungsplatz von 26 Mal zwölf Metern vorgesehen.

Bürgermeister Franz Ehgartner stellte die Baukosten des Projekts vor: zwischen 467.000 und 486.000 Euro. Dabei seien die Eigenbeteiligung und -leistungen der Feuerwehrmitglieder jedoch noch nicht mit eingerechnet. Für die beiden Stellplätze gebe es einen Staatszuschuss von 80.000 Euro. Der zweite Stellplatz ist für einen Mannschaftstransporter vorgesehen, der von der Stadt München erworben werden soll.

Vor Jahren hatte die Feuerwehr die Spendenbereitschaft der Dorfbevölkerung abgefragt. Diese Liste mit den damals versprochenen Spenden hat Lentner aufbewahrt. Jetzt will er prüfen, ob die Zusage der Oberornauer auch jetzt noch Gültigkeit besitze.

Für die Baumaßnahme gründete die Versammlung einen Bauausschuss, der sich aus Teilen der Vorstandschaft, den beiden Kommandanten, Bürgermeister und Architekten sowie einem Mitglied der Gemeindeverwaltung zusammensetzt.

Zum Abschluss sprach Bürgermeister Ehgartner über die noch freie Fläche neben dem Feuerwehrhaus vor. Da es in Oberornau kein Gasthaus und keinen Saal mehr gebe, wünsche er sich nach dem Rattenkirchener Vorbild ein Vereinshaus. Dazu müssten aber größere Eigenleistungen wie beim Feuerwehrhaus erbracht werden, weshalb diese Investition erst in den nächsten vier bis sechs Jahren konkrete Formen annehmen könne.

re/Mühldorfer Anzeiger

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