Neue Helme und neues Löschfahrzeug

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Am neuen Helm "Fuego", den stellvertretender Komandant Wolfgang Klein präsentiert, haben sich die Waldkraiburger Feuerwehrleute mit einem Eigenanteil beteiligt. Die alten Helme, so Kommandant Bernhard Vietze, waren schon seit den 70er-Jahren in Gebrauch und nicht mehr Stand derTechnik.

Waldkraiburg - Im nächsten Jahr stehen der Feuerwehr Waldkraiburg große Anschaffungen ins Haus. Im September wird das neue TLF 4000 erwartet.

Es ist das erste Fahrzeug im Landkreis, das in einer Sammelbeschaffung mit der Mühldorfer Wehr gekauft wird. Dadurch sparen beide Kommunen viel Geld. Auf einen neuen Mannschaftswagen hofft die Feuerwehr schon im ersten Quartal. Mitfinanziert wird er vom Feuerwehrverein, der sich auch an neuen Helmen beteiligt, für die Feuerwehrleute sogar selbst in die Tasche greifen.

Ganz neu ist es nicht, dass Feuerwehrleute einen Eigenanteil für Ausrüstungsgegenstände übernehmen. Bei Stiefeln ist es sogar üblich, dass die Kommunen für eine Standardausführung aufkommen, und die Feuerwehrleute etwas draufzahlen. Bei Helmen war das bislang nicht üblich. Doch wie Kommandant Bernhard Vietze und sein Stellvertreter Wolfgang Klein erzählen, hat eine Präsentation des neuen Helms "Fuego" die Aktiven so überzeugt, dass 90 Prozent auf freiwilliger Basis bereit waren, einen Teil der Anschaffungskosten zu tragen, um den Helm sofort zu einem Sonderpreis (155 Euro) zu erwerben. 50 Euro trägt jeder Feuerwehrler, 50 Euro der Verein, den Rest die Stadt, die die Anschaffung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorgesehen hatte.

60 Helme, die deutlich mehr Sicherheit und Tragekomfort bieten, wurden gekauft. Und lösen nun die Modelle ab, die 30 Jahre und mehr in Gebrauch sind. Ein großer Vorteil des neuen Helms ist laut Vietze, dass er im Gegensatz zu anderen Helmen der neuen Generation, die zum Teil schon nach zehn Jahren ausgemustert werden müssen, keine Laufzeitbeschränkung hat. Auch die Feuerwehren in Ebing, St. Erasmus und Pürten haben laut Vietze vor, auf den Helm umzurüsten.

Der Feuerwehrverein wird auch einen beträchtlichen Anteil an der rund 40000 Euro teueren Anschaffung eines neuen Mannschaftstransporters übernehmen, der ein altes Mehrzweckfahrzeug aus den frühen 80er-Jahren ersetzen soll. Der Antrag bei der Stadt ist gestellt. Das Finanzierungskonzept sieht vor, dass die Stadt 10000 Euro trägt, 10500 Euro Zuschuss fließen und den Rest der Verein übernimmt. Ohne Mitgliedsbeiträge sowie Einnahmen aus dem Christkindlmarkt, dem Glühweinverkauf nach der Christmette oder beim Weinfest wäre dies nicht möglich, so Kassierin Elisabeth Höll.

Einen neuen schweren Rettungssatz mit Hydraulikaggregat, Rettungszylinder, Spreizer und Rettungsschere für die technische Hilfeleistung bei Unfällen konnte die Feuerwehr schon jetzt in Dienst nehmen. 13000 Euro hat die Stadt dafür aufgebracht, 6000 Euro Zuschuss gibt es obendrein vom Freistaat. Und auch ein Touchbook für den Einsatzleiter wurde für 3500 Euro angeschafft.

Das künftige Tanklöschfahrzeug, das ein TLF 24/50 aus dem Jahr 1976 ersetzt, stellt alle diese Anschaffungen in den Schatten. 330000 Euro kostet das TLF 4000. Durch die Sammelbeschaffung mit Mühldorf werden für dieses Fahrzeug laut Kommandant Vietze über 50000 Euro eingespart.

Auf Zusammenarbeit setzen die beiden Stadtfeuerwehren auch bei einem neuen Kompaktkurs für die Truppmannausbildung. 70 Stunden inklusive Erste Hilfe umfasst diese Grundausbildung, die von Ende März bis Mitte Mai an Samstagen und Montagen läuft. In der Regel dauert die Ausbildung zum Truppmann rund zwei Jahre. Für Junge, aber auch Quereinsteiger ist dieses Angebot gedacht, das in kurzer Zeit eine solide Basis für den Einsatzdienst schafft. Vietze: "Das ist kein Crash-Kurs." Mit dem neuen Kompaktkurs verbinden die Verantwortlichen die Hoffnung, neuen Nachwuchs für die Feuerwehr zu gewinnen.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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