Neßler will mehr Fitness für Schüler

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Demnächst wird der Eingang zur Franz-Liszt-Hauptschule anders aussehen. Der neue Schulleiter, Klaus Neßler, wird den Bereich mit den Schülern neu gestalten und der Schriftzug "Hauptschule" wird durch "Mittelschule" ersetzt.

Waldkraiburg - Er will mehr Fitness für seine Schüler: der neue Schulleiter der Franz-Liszt-Hauptschule, Klaus Neßler. Damit sollen sie fit werden für die Anfoderungen verschiedener Handwerksbetriebe.

Handwerksbetriebe sagen immer öfter, Hauptschüler seien für bestimmte Berufe zu unfit. Dagegen will der neue Schulleiter der Hauptschule in der Franz-Liszt-Straße etwas unternehmen. Klaus Neßler, der seit 2006 bereits Konrektor an der Schule war, ist der neue Rektor.

In seiner Heimatgemeinde Heldenstein kennt man ihn als Gemeinderat. Der 58-Jährige ist verheiratet und hat zwei Kinder. Bis 1993 war er 16 Jahre an verschiedenen Hauptschulen in München tätig, bis er nach Waldkraiburg kam und viele achte und neunte Klassen unterrichtete.

Ab 2004 übernahm Neßler eine Praxisklasse und baute ein Netzwerk zu den Handwerks- und Industriebetrieben, zur Argentur für Arbeit und dem psychologischen Dienst auf. "Durch diese Vernetzung sind wir in der Lage, eine hohe Erfolgsquote in der Vermittlung von Ausbildungsverhältnissen zu erreichen", so Neßler.

Die Bedeutung der Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft müsse gefördert werden, was ihm ein großes Anliegen in seiner Funkion als Schulleiter sei. Er habe vor, noch enger mit den Betrieben zusammen zu arbeiten und die Praktikumstermine im Mittelschulverbund mit der Diesel-Hauptschule noch besser abzustimmen. Die achten und neunten Klassen sowie die Praktikumsklassen sollen ein geeignetes Praktikum, das ihren Neigungen entspricht, absolvieren können und das will gut vorbereitet sein, auch durch die Mithilfe des Arbeitsamtes. "Auf einen Schlag kommt eine Flut an Praktikanten auf die Firmen zu. Das muss gut geplant werden", so Neßler.

Nun steht mit dem neuen Mittelschulverbund quasi eine Fusion an: Die Diesel- und die Franz-Liszt-Hauptschule tun sich zusammen. Das ist erstmal ein bürokratischer Aufwand, denn von Briefkopf und Stempel angefangen muss einiges geändert und umgestellt werden, was Neßler in Zusammenarbeit mit Birgit Huber-Heinrich, der neuen Rektorin der Diesel-Schule, möglichst schnell umsetzen will. In der kommenden Woche beginnt die aufwändige Erstellung des Stundenplans. Der wird mit Huber-Heinrich abgestimmt, wo es Sinn macht. Etwa bei der Informatik und im kaufmännisch-technischen Bereich. Wo es nötig ist, werden Gruppen beider Schulen zusammen gelegt. Auch im Bereich evangelische Religion macht es Sinn, sich mit der Partnerschule an der Diesel-Straße zusammenzutun, weil man nicht genug Stunden anbieten könne. Man wolle für die Schüler "das Bestmögliche rausholen" und etwa keine unnötigen Nachmittagsstunden kreieren.

Mit Huber-Heinrich will Neßler spezielle Aktionen gemeinsam planen, etwa einen Elternabend in Zusammenarbeit mit Firmen. Oder Veranstaltungen abwechselnd in beiden Schulen anbieten.

"Im Grunde ändert sich nichts Großes. Wir haben ja früher auch schon mit Rektor Hans Wax eng und gut zusammengearbeitet", so Klaus Neßler. Im Mittelschulverbund werde dies erleichtert, weil die erforderlichen administrativen Strukturen geschaffen werden.

Die Liszt-Schule hat rund 300 Schüler, in der Diesel-Straße haben rund 360 Hauptschüler Unterricht. Vorteil sei, dass beide Schulen in einer Stadt liegen und auf eine "hervorragende Zusammenarbeit" mit der Stadt Waldkraiburg bauen können. "Probleme haben wir immer auf dem kürzesten Weg gelöst", so der Schulleiter. In Bürgermeister Siegfried Klika hätten beide Schulen einen optimalen Ansprechpartner, weil er sich sehr für Hauptschüler einsetze.

kla/Mühldorfer Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Waldkraiburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser