MÜ 18: Nachbesserung an gefährlicher Kreuzung

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Der düstere Tunnel, der die Kreisstraße MÜ 18 bei Niederndorf unterführt, soll beleuchtet werden. So lautet die Empfehlung des Bauausschusses an den Landkreis.

Waldkraiburg - Nach dem tragischen tödlichen Radunfall eines 14-Jährigen, der die Kreisstraße MÜ 18 an der Kreuzung der alten Pürtener Straße überquerte, wird nun nachgebessert.

Der Unterführungstunnel soll beleuchtet und die Einfahrt auf die MÜ 18 geschlossen werden. Dies war Thema im Bauausschuss.

Eine Ergänzung der Beschilderung des Fußgängertunnels wurde bereits vollzogen. Ein Schild sagt nun den Radfahrern, dass sie hier absteigen müssen.

Aber attraktiver macht das die düstere Unterführung, die oft verdreckt ist, auch nicht. "Der Tunnel wird schlecht angenommen", sagte Gerhard Oswald von der Stadtverwaltung in der Ausschuss-Sitzung. Die meisten Leute benutzen die offene - und gefährliche - Querung über die Kreisstraße. Durch die Verkehrsschau werden nun Nachbesserungsmaßnahmen diskutiert. Zum einen soll der Tunnel in der Mitte und jeweils an den Eingängen beleuchtet werden. Eine Kostenschätzung der Stadtwerke wurde an den Landkreis, der hier zuständig ist, weiter geleitet. Die voraussichtlichen Kosten inklusive Projektierung und Bauaufsicht belaufen sich laut Oswald auf 10.800 Euro brutto.

Für eine Baumaßnahme zur Schließung der Einmündung der alten Pürtener Straße in die Kreisstraße liegen noch keine Planungen vor. Der Kreistiefbau schlage vor, die vorhandene Leitplanke zu verlängern und damit die Straße abzusperren.

Nach dem bayerischen Straßen- und Wegegesetz handle es sich um eine Einmündung einer Gemeinde- in eine Kreisstraße. Wird diese Kreuzung geändert, werden die entstehenden Kosten zwischen dem Landkreis und der Stadt aufgeteilt und zwar im Verhältnis der Fahrbahnbreiten der an der Kreizung beteiligten Straßenäste. Halbe-halbe würde das bedeuten.

Der Ausschuss diskutierte darüber. Bürgermeister Siegfried Klika sagte, ein Problem für den Landkreis sei, wenn er den Tunnel beleuchtet, dass er gewisse Standards setze. Und durch die Beleuchtung ziehe man Personen an, die dort unten Saufgelage veranstalten wollen.

Manche Autofahrer, so habe er von Niederndorfern erfahren, benutzen die aufgelassene alte Pürtener Straße, als Abkürzung - was eine zusärtliche Gefärdung darstelle. Eine Betonsperre oder die verlängerte Leitplanke wären sehr sinnvoll.

Rainer Zwislsperger favorisiert die Leitplanke, denn für Radfahrer werde es zu umständlich, ihr Rad drumherum zu schieben. Er gab aber auch zu bedenken, dass die schmale geteerte Straße für landwirtschaftlichen Verkehr freigegeben sei.

Das veranlasste Anton Sterr, nach dem Status der Straße zu fragen. Oswald von der Verwaltung erklärte, die Gemeindestraße sei herabgestuft auf einen Geh- und Radweg und eben für landwirtschaftlichen Verkehr frei. Eine Herabstufung zu einem öffentlichen Feld- und Waldweg sei auch noch möglich.

"Aber nicht sinnvoll, denn das ändert nichts am Zustand der Straße", so Zwislsperger. Sie sei geteert und bleibe auch als Feld- und Waldweg befahrbar. "Eine Sperre muss her!" Zusätzlich regte er an, den Tunnel innen weiß zu streichen. Dies sei der Wunsch vieler Niederndorfer.

Der Bauausschuss beschloss einstimmig, beim Landkreis eine entsprechende Änderung der Kreuzung zu beantragen und die Einmündung zu schließen sowie den Tunnel zu beleuchten - zur Sicherheit des Fußgänger- und Radfahrerverkehrs. Die Stadt Waldkraiburg würde die Kreuzungsmaßnahme abwickeln und die anteiligen Kosten tragen.

kla/Waldkraiburger Nachrichten

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