Mitte Januar ist Wiedereröffnung

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In Form von großen liegenden Gläsern werden die vier Themeninseln im neugestalteten Waldkraiburger Glasmuseum präsentiert. So sieht es der Entwurf vor, der derzeit umgesetzt wird.

Waldkraiburg - Lange blieb aufgrund der städtischen Finanzmisere offen, ob es heuer noch was wird mit dem Glasmuseum in neuer Gestalt. Aber jetzt geht es plötzlich ganz schnell.

Der erste Abschnitt der Umgestaltung, für den gut 80000 Euro veranschlagt sind, läuft bereits. Und auch ein Termin für die Wiedereröffnung steht: Sonntag, 16. Januar. Für Laien wie für Fachleute gleichermaßen interessant will die Stadt ihre wertvolle Sammlung historischen böhmischen Glases in neuer Aufmachung präsentieren. Die bisherige Schausammlung soll deshalb mit Informationen, Info- und Bildertafeln rund um das Thema Glasherstellung angereichert werden. Das Gestaltungskonzept stellte Elke Keiper im Kulturausschuss vor.

Wie die Museumsleiterin ausführte, wird das Museum vier große Themenbereiche umfassen: Der Rundgang beginnt mit dem Thema Glasrohstoffe und Glashütte. In einem zweiten Abschnitt geht es um die Veredlungstechniken bei der Glasherstellung, um Maltechniken, Schleifen und Gravieren, um Leben und Arbeiten der Glasfachleute. Ein dritter Abschnitt stellt die Zeit des Biedermeier und das Glas dieser Epoche in den Mittelpunkt, insbesondere hochwertiges Glas aus der Werkstatt Friedrich Egermann.

Die letzte Abteilung betrifft das Thema Glasfachschulen im nordböhmischen Haida und Steinschönau, die seit dem 19. Jahrhundert für die wachsende Bedeutung der Glasproduktion stehen.

Im rund 2000 Exponate umfassenden Fundus des Glasmuseums ist Glas aus Haida und Steinschönau ein Sammlungsschwerpunkt, laut Keiper ein "Alleinstellungsmerkmal Waldkraiburgs".

Neben den vier Themeninseln wird es Überblicksvitrinen aus dem Museumsbestand geben, die die ältesten Gläser aus der Sammlung, das Glas des Historismus, des Jugendstils, der 30er- und 40er-Jahre sowie aus Waldkraiburg zeigen.

Auch gestalterisch greift das Konzept das Thema Glas auf. So werden drei Themeninseln in Form eines großen liegenden Glases gestaltet. So sieht es der Entwurf einer Passauer Museumsgestaltungsfirma vor, die bereits für das Deutsche Museum und mehrere Landesausstellungen arbeitete.

Aus finanziellen Gründen kann das Museum nicht in einem Guss neu gestaltet werden. Der größere Teil wird aber bis Mitte Januar umgesetzt. Nicht realisiert werden die Biedermeier-Abteilung sowie der gesamte Bereich der Überblicksvitrinen.

79500 Euro braucht es laut der aktuellen Kostenberechnung für den ersten Abschnitt. 75100 Euro stehen zur Verfügung. Zwei Drittel dieser Summe stammen aus Zuschüssen und Spenden: 25000 Euro Zuschuss der Landesstelle für nichtstaatliche Museen, 15000 Euro Spende vom Förderverein Stadtmuseum und 9500 Euro allgemeine Spenden.

Zu den bereits im Frühjahr zugesagten Haushaltsmitteln bewilligte der Ausschuss nach der Präsentation des Konzepts zusätzlich 4400 Euro. Auf Wunsch des Bürgermeisters kommen dazu noch einmal 3000 Euro für eine geplante Filmstation zum Thema Glashütte, die bereits jetzt eingerichtet werden soll.

hg/Mühldorfer-Anzeiger

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