Markus Schwaiger will für SPD antreten

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Der 28-jährige Markus Schwaiger, Rettungsassistent beim Roten Kreuz und engagierter ehrenamtlicher Mitarbeiter des Wohlfahrtsverbandes, will 2014 für die SPD Waldkraiburg ins Rennen um das Bürgermeisteramt gehen.

Waldkraiburg - Der 28-jährige Markus Schwaiger will sich bei den Kommunalwahlen in zwei Jahren als Bürgermeisterkandidat der SPD um die Nachfolge von Siegfried Klika bewerben.

Beim Neujahrsempfang seiner Partei am Donnerstag, 5. Januar, wird er sich erstmals öffentlich vorstellen. Im März 2014 stehen die nächsten Kommunalwahlen an. Waldkraiburg werden sie einen neuen Bürgermeister bringen. Amtsinhaber Siegfried Klika hatte bereits mehrfach erklärt, nach zwölf Jahren nicht mehr zu kandidieren.

Die SPD positioniert sich im Hinblick auf diese Wahl als erste politische Gruppierung. Ortsvorsitzender Alexander Will und Kreisvorsitzender Richard Fischer hatten es schon vor längerer Zeit angekündigt: Die SPD wird ihre Kandidaten für die Kommunalwahlen diesmal sehr früh bekannt machen. Schon vor längerer Zeit hatte Fischer erklärt, 2014 erneut bei den Landratswahlen anzutreten.

Jetzt zeichnet sich auch der Kandidat für die Bürgermeisterwahl in Waldkraiburg ab: Markus Schwaiger, seit einigen Monaten stellvertretender Ortsvorsitzender der Partei, strebt die Kandidatur für die SPD an. Und er hat die Unterstützung und das Vertrauen des Ortsvorstandes und vieler Genossen, betont Richard Fischer. Der Unterbezirksvorsitzende ist überzeugt, dass sich bei der Nominierungsversammlung, die über den Kandidaten entscheiden wird, die Partei geschlossen hinter Schwaiger stellt. Ein Termin für die Versammlung ist noch nicht bekannt.

Der Kandidat lebt seit seiner Geburt in Waldkraiburg. Der 28-Jährige arbeitet als Rettungsassistent beim Roten Kreuz, bei dem er auch eine Reihe von ehrenamtlichen Aufgaben im Bereich der Ausbildung und der sozialen Dienstleistungen innehat. Der Vater von drei Kindern engagiert sich zudem im Elternbeirat der Diesel-Grundschule.

Schwaiger: "In Waldkraiburg muss sich einiges ändern"

Von seinen Eltern her sei er "sozialdemokratisch geprägt", sagt Schwaiger, der seit eineinhalb Jahren Mitglied der Partei ist. Er wolle Verantwortung in und für Waldkraiburg übernehmen, begründet der 28-Jährige seine Absicht zu kandidideren. Wer mit offenen Augen durch die Stadt gehe, "stellt fest, dass sich in Waldkraiburg einiges ändern muss". Schwaiger nennt als Beispiel das Freizeitangebot für junge Leute, das für eine Stadt dieser Größe zu gering sei. In der Familienpolitik sieht er einen seiner inhaltlichen Schwerpunkte. Arbeitsmarktpolitik und seniorenpolitische Maßnahmen nennt Richard Fischer als weitere Bereiche, in denen die SPD Akzente setzen wolle.

Erstmals öffentlich präsentieren wird sich Markus Schwaiger bei einem Neujahrsempfang der Partei am Donnerstag, 5. Januar, den der Ortsverein heuer erstmals veranstaltet. Er beginnt um 19 Uhr im Haus der Kultur.

Ende 2012, so kündigt Richard Fischer an, werde auch die Stadtratsliste der SPD in wesentlichen Konturen klar sein. Der Ortsverein wird die Liste - anders als bei den vorangegangenen Wahlen - nicht mehr weit für parteilose Kandidaten öffnen. Nur noch etwa zehn Prozent der Listenplätze werden dann für Nichtmitglieder zur Verfügung stehen. Dies entspricht der Zahl der parteilosen Stadträte (Susanne Engelmann, Andreas Knoll und Vera Bittner) in der aktuellen, zehnköpfigen Stadtratsfraktion.

Den frühen Zeitpunkt, einen Kandidaten bekannt zu machen, kommentiert Fischer mit den Worten: "Wir wollen ein Zeichen setzen, auch im Hinblick auf die Konkurrenz."

Jungbauer: CSU lässt sich nicht unter Zeitdruck setzen

"Die Konkurrenz", das ist in Waldkraiburg die CSU, die seit 1984 den Bürgermeister stellt und schon seit Ende der 70er-Jahre die Mehrheit im Stadtrat hat. Deren Ortsvorsitzender Harald Jungbauer will sich von der Entwicklung bei der SPD nicht unter Zeitdruck setzen lassen. "Die CSU verfällt nicht in Hektik." Man werde sich nicht von außen eine Personaldiskussion aufzwingen lassen.

Jungbauer: "Es gibt derzeit keine Kandidaten und es gibt keine Gespräche über Kandidaten." Auch ein Zeitplan für die Nominierung durch die zuständige Versammlung steht nach seinen Worten nicht fest.

Zweiter Bürgermeister Harald Jungbauer gilt selbst als heißer Kandidat, daneben werden auch die Namen von Stadträtin Charlotte Konrad und Norbert Fischer genannt. Jungbauer nimmt dazu nicht Stellung. Auch zu seinen persönlichen Ambitionen will sich der Zweite Bürgermeister nicht äußern. Er werde den zuständigen Parteigremien, Vorstand und vor allem der Nominierungsversammlung nicht vorgreifen.

hg/Mühldorfer-Anzeiger

Zurück zur Übersicht: Region Waldkraiburg

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser