Markt ohne Märkte?

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"Momentan" nicht von der Schließung bedroht: der Schlecker-Markt in Kraiburg.

Kraiburg - An den Gerüchten über eine Schließung des Schlecker-Marktes in Kraiburg ist laut amtierendem Bürgermeister Herbert Heiml "momentan" nichts dran.

Im Gemeinderat berichtete er von einem Gespräch mit der Firmenzentrale und löste damit eine Diskussion über eine andere Einzelhandelsfiliale aus, die Kraiburg vor einiger Zeit verloren hat: den Penny-Markt.

Von der Schließungswelle bei Schlecker - bundesweit wurden bereits mehrere hundert Filialen dicht gemacht - waren auch Standorte im Landkreis betroffen, in Waldkraiburg und Mühldorf-Süd ebenso wie in Egglkofen, Taufkirchen, Aschau und Mettenheim. Weil auch in Kraiburg das Gerücht geht, der örtliche Schlecker-Markt habe Probleme, fragte Zweiter Bürgermeister Herbert Heiml bei der Firmenzentrale in Ehingen nach. "Momentan", so die Auskunft, "ist Kraiburg nicht von einer Schließung bedroht". Eine Bestandsgarantie habe das Unternehmen aber nicht abgegeben, so Heiml. Jede Filiale stehe auf dem Prüfstand. "Entscheidend sind allein die Umsatzzahlen." Mit seinem Kaufverhalten entscheide der Verbraucher mit über den Verbleib des Marktes.

Massive Umsatzeinbrüche habe der Drogeriemarkt zu beklagen, seitdem es den Penny-Markt nicht mehr gibt. Nach Heimls Informationen lag der Umsatz im Schlecker-Markt allein im Dezember um 26000 Euro niedriger als im letzten Dezember, als der Penny-Markt noch offen war. Da habe der eine vom anderen profitiert. Die Schließung des Discounters sei "tödlich für den Einzelhandel im Ort" gewesen.

Während Waldkraiburg vier Penny-Märkte habe, habe Kraiburg keinen mehr. Anerkennend sprach er sich über Waldkraiburgs Bürgermeister Klika aus, der es geschafft habe, auch den Penny-Markt in der Stadtmitte (Prager Straße) zu halten. Ohne Michael Loher beim Namen zu nennen, ließ er durchblicken, dass die Marktgemeinde damals zu wenig gegen die Absiedlung unternommen habe.

Widerspruch erntete er dafür von Gemeinderätin Anette Lehmann. Sie verwies darauf, dass es Politik der großen Discounter sei, auf der grünen Wiese mit entsprechender Verkaufsfläche und Parkplätzen zu bauen. "Der Umsatz in Kraiburg hätte gepasst." Auch Dritter Bürgermeister Werner Schreiber sagte, Kraiburg, das heißt Bürgermeister Loher, habe versucht gegenzusteuern.

Josef Mitterreiter bemängelte, dass an der Umgehungsstraße kein Hinweisschild nach Kraiburg stehe. An der Umgehung von Schwindegg stünden gleich mehrere dieser Schilder.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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