Mann im Innkanal ertrunken

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Waldkraiburg - Spaziergänger bemerkten eine im Wasser treibende Person und alarmierten den Rettungsdienst. Ein 55-jähriger Mann konnte nur noch tot aus dem Innkanal auf Höhe St. Erasmus geborgen werden.

Montagnachmittag gegen 15.30 Uhr meldeten Spaziergänger den Rettungskräften eine treibende Person im Innkanal auf der Höhe von St. Erasmus. Der 55-jährige Mann aus Waldkraiburg konnte nur noch tot geborgen werden. Als ihn die Passanten im eiskalten Wasser treiben sahen, sei er noch ansprechbar gewesen und habe den Kopf bewegt, wie Polizeihauptmeister Erich Gottwald am Einsatzort berichtet.

Zwei Männer haben versucht, ihn an seinem Pulli an Land zu ziehen, weil er aber noch zu weit vom Ufer entfernt gewesen sei, habe ein dritter Helfer bei einem Anwohner geklingelt und um eine lange Holzstange gebeten – in dessen Garten lagen sichtbar Holzstecken. Zusammen mit dem Anwohner zogen die Spaziergänger die hilflose Person an Land. Da habe der Mann bereits nicht mehr gelebt, so Gottwald von der Polizei Waldkraiburg.

Die Sanitäter sowie der Rettunsghubschrauber Christoph 14, der zufällig in der Nähe war, waren sofort zur Stelle und begannen mit Wiederbelebungsmaßnahmen - leider ohne Erfolg. Über das Opfer ist nicht viel bekannt, außer dass er in Temeschburg in Rumänien geboren ist und in Waldkraiburg lebte. Warum er sich im Wasser befand, ist noch nicht geklärt.

Der 60-jährige Anwohner, der direkt am Innkanal wohnt, war gerade aus der Arbeit heimgekommen, als ein aufgeregter junger Mann bei ihm klingelte und schilderte, dass eine Person im Wasser trieb. Er bat um eine lange Stange. "Ich bin mit ihm zum Kanaldamm rauf und gemeinsam haben wir das Opfer mit der Stange ans Ufer gelenkt", berichtet er gefasst. Wer am Kanal wohne, bekomme solche Vorfälle des öfteren mit, "aber bisher noch nie so nah."

kla

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