"Man muss die Menschen lieben!"

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Verlässt nach 6 Jahren das Stadtmarketing und Waldkraiburg: Markus Stern.

Waldkraiburg - Sechs Jahre lang hat Markus Stern das Image der Stadt aufpoliert. Zum Ende seiner Amtszeit hat er mit uns über seine größten Erfolge, Hürden und Aufgaben gesprochen.

"Als ich vor sechs Jahren angefangen hatte, war wirklich noch nichts da. Und wir haben es geschafft, aus diesem Nichts etwas ganz Wunderbares zu schaffen. Das nehme ich aus meiner Zeit in Waldkraiburg mit, als positivstes Erlebnis!"

Waldkraiburg: die größten Etappen-Siege

Markus Stern: Etappen-Siege für Waldkraiburg

Markus Stern hat seinerzeit in einem kleinen Büro angefangen, die Strippen zu ziehen. "Heute sind wir eine schlägkräftige Institution, die aus einigen Ressourcen schöpfen kann", so Stern. Die größten Erfolge fasst der Noch-Geschäftsführer zusammen: "Im Zenit steht natürlich die Tatsache, dass wir uns heuer mit einem eigenen Stand auf der Expo Real in München präsentieren dürfen. Das ist vielleicht der Gipfel des aktuellen Erfolgs. Aber natürlich gibt's da auch Teilerfolge, die auf dem Weg liegen. Etwa unsere Stadt-Zeitung mit einer Auflage von immerhin 15 000 Exemplaren. Auch das Einzelhandelszentrum kommt letztendlich definitiv zum Tragen."

"Visionen für die Zukunft, aber die Zukunft beginnt jetzt!"

Die wichtigsten Zutaten für ein ertragreiches Stadtmarketing-Rezept? "Man darf den Akteuren keine Konzepte überstülpen, sonst geht ihnen die Luft aus und sie flüchten", so Stern. Man muss gemeinsam mit den Akteuren - das sind vor allem die Politik und die Interessenverbände - Ideen und Konzepte entwickeln und ganz wichtig: Begeisterung schaffen! Wenn Sie alleine dastehen, haben Sie keine Chance".

"Waldkraiburg ist für mich ein psychologisches Lehrbuch."

Hier hatte Stern jetzt lange Zeit sein Büro: das Waldkraiburger Rathaus.

Besonders beeindruckt und auch persönlich berührt hat Stern die Geschichte der Stadt, die Geschichte so mancher Menschen, die hier leben. "So viele haben hier im Krieg alles verloren. Sei's das Unternehmen, sei's das Häuschen, sei's die Familie. Die hatten nichts! Und doch haben so viele hier die Kraft gefunden, neu anzufangen. Davor ziehe ich den Hut!", so Stern. Da lerne man eben auch für sich persönlich, dass diese Null-Bock-Stimmung, die oftmals Einzug halte, nicht geht - da sollte man sich von solchen Menschen eine dicke Scheibe abschneiden.

"Richtige Niederlagen kenne ich nicht. Bei Probemen gehe ich in mich und starte neu."

Eins ärgert Stern aber definitiv: "Wir haben es tatsächlich noch nicht geschafft, ein neues Hotel für Waldkraiburg zu finden!" Zwar habe man viele Betreibermodelle kennengelernt, die zur Stadt gut gepasst hätten - "innovative, flexible Modelle, wie es die Unternehmer hier fordern" - aber man habe einfach keinen Investor gefunden. "Da bin ich auch keinem böse, es hat einfach noch nicht sollen sein," so Stern. Aber auch in seinem neuen Job, verspricht der Noch-Geschäftsführer, werde er weiterhin versuchen, zu vermitteln, denn: "Die Stadt hat's verdient!"

Nächstes Ziel: eine Therme in Nordhessen

Beruflich geht's für den BWL-ler spannend weiter: eine Therme in Nordhessen ist an ihn herangetreten, wo er als Geschäftsführer anheuert. Aber da geht's um mehr, als um die Thermen-Leitung. Stern soll dort das machen, was er am besten kann: ein frisches Stadtmarketing-Konzept umsetzen, dass sich derzeit noch im Aufbau befindet. Also wie in Waldkraiburg wird er auch bei seiner neuen Aufgabe bei Null anfangen und versuchen, 100 Prozent daraus zu machen. Wir wünschen jedenfalls viel Erfolg!

ds

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