"Kriege sind und waren sinnlos"

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"Würdevolle Stätte der Erinnerung": Bürgermeister Siegfried Klika (in Reservistenuniform) hielt die Gedenkrede zur Erinnerung an die Einweihung des Kriegerdenkmals vor 40 Jahren, an dem ein Kranz niedergelegt wurde.

Waldkraiburg - Dass Krieg nicht nur Geschichte, sondern auch in Deutschland wieder sehr aktuell ist, das wurde in der Gedenkfeier zum 40-jährigen Bestehen des Kriegerdenkmals im Waldfriedhof deutlich.

Der evangelische Pfarrer Christian Peiser zelebrierte zusammen mit seinem katholischen Kollegen Martin Garmaier den Gedenkgottesdienst in der Friedhofshalle; VdK-Vorsitzender Diethelm Hoffmann trug die Fürbitten vor. "Erst vor wenigen Stunden wurde der vier Soldaten gedacht, die in Afghanistan ums Leben gekommen sind", erinnerte Garmaier in seiner Ansprache an die jüngsten Opfer von Gewalt. Er dachte auch daran, als er selbst als Militärseelsroger Abschied von Soldaten der Bundeswehr nehmen musste. "'Ehrendes Gedenken' wird es oft genannt und soll es auch heute sein - keine Stunde der Abrechnung", so Garmaier. "Zum Gedenken für die Kriegsopfer wurde vor 40 Jahren das Ehrenmal im Waldkraiburger Waldfriedhof aufgestellt. Kriege sind und waren sinnlos und nützen keinem Konflikt."

Die Fahnenabordnungen der Krieger- und Soldatenkameradschaften zogen zusammen mit den Orts- und Heimatvereinen und angeführt von der Egerländer Blaskapelle zur Gedenkstätte.

"Heute gedenken wir hier am Kriegerdenkmal nicht nur der Millionen Toten von Kriegen, Verfolgung und Vertreibung, sondern erinnern uns an einen besonderen Tag vor 40 Jahren", sagte Bürgermeister Siegfried Klika in seiner Ansprache.

Ehe das Kriegerdenkmal eingeweiht wurde, gab es vor 40 Jahren heftige Diskussionen, ob ein derartiges Mahnmal 1970 noch zeitgemäß und notwendig sei, so Klika. "Doch die Kritiker konnten von der Notwendigkeit überzeugt werden." "Seitdem ist dieser Ort neben der Erinnerungsstätte an unsere Verstorbenen von Flucht und Vertreibung, eine würdevolle und eindrucksvolle Stätte der Trauer und Erinnerung für viele noch lebende Angehörige, die sehr oft besucht wird. Dieses Kriegerdenkmal ist und bleibt das äußere Zeichen dieser Mahnung und Erinnerung an das Geschehene".

bac/Waldkraiburger Nachrichten

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