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Kraiburger Klassen zurück nach Waldkraiburg

Kraiburg - Die Diesel-Mittelschule plant, die beiden Klassen, die derzeit noch in Kraiburg unterrichtet werden, im Herbst nach Waldkraiburg zurück zu holen. Grund: Niedrige Schülerzahlen.

Rektorin Birgit Heinrich-Huber begründete die Rückholaktion im Gemeinderat mit niedrigen Schülerzahlen und damit, dass das Stundenbudget, das sich die beiden Waldkraiburger Mittelschulen teilen müssen, aller Voraussicht nach reduziert werde.

Noch sei die Stundenzahl, die die Regierung von Oberbayern den Mittelschulen zuteilt, nicht bekannt, so die Schulleiterin. In den nächsten Tagen erwarte sie die Mitteilung. Die Rektorin rechnet allerdings damit, dass der Verbund der beiden Waldkraiburger Mittelschulen an der Dieselstraße und an der Franz-Liszt-Straße wohl 100 Stunden weniger bekommt. "Wir müssen sehen, wo wir einsparen können."

13 Schüler in der 5. und 14 in der 6. Klasse

Die Schule wird voraussichtlich weniger Arbeitsgemeinschaften anbieten können. Auch die Rückholung der Mittelschüler ins Haupthaus, wo ebenfalls einige kleine Klassen bestehen, würde Stunden sparen. Nur 13 Kraiburger Schüler sind es nach heutigem Stand in der künftigen 5. Klasse, dazu kämen noch vier Schüler aus Taufkirchen, maximal 14 Schüler besuchen die 6. Klasse. Aus den beiden 5. Klassen in Waldkraiburg und der Kraiburger Klasse mit insgesamt 43 Schülern könnten zwei Klassen gebildet werden.

Auch für die Kraiburger Schüler sieht die Rektorin Vorteile: Sie wären dann besser in das Schulleben der Diesel-Mittelschule eingebunden. Vor allem aber kämen sie dann auch in den Genuss der modularen Förderung in Deutsch und Englisch. Die intensivere Betreuung je nach Leistungsniveau, die auch für die 5. und 6. Klassen vorgesehen ist, kann nur angeboten werden, wenn es Parallelklassen gibt.

Dennoch hatte sich der Elternbeirat in Kraiburg dafür ausgesprochen, an der Auslagerung der beiden Mittelschulklassen festzuhalten. Eltern und Schüler würden lieber in Kraiburg bleiben, hieß es im Gemeinderat.

Gemeinde appelliert, bei der Regelung zu bleiben

Die Schulsituation in Kraiburg sei familiärer und übersichtlicher, meinte etwa Gemeinderat Franz Kifinger. Zum Nachteil der kleinen Gemeinden werde da "etwas von oben drübergestülpt". Ernst Kirmeier kritisierte, dass etwas sehr Positives, nämlich die Bildung von kleinen Klassen, wieder einmal an finanziellen Gründen scheitere. Und Lorenz Wastlhuber verwies darauf, dass die Bindung der Kinder an den Ort wichtig sei.

Die Kommunalpolitiker, die die Rückholung nicht verhindern können, appellierten an die Entscheidungsträger der Schulen. Zweiter Bürgermeister Dr. Herbert Heiml, der derzeit den erkrankten Michael Loher vertritt, sprach den "dringenden Wunsch" aus, noch ein, zwei Jahre bei der bisherigen Regelung zu bleiben und die weitere Entwicklung der Schülerzahlen zu beobachten. Er erinnerte auch an eine Vereinbarung, wonach auch über das Schuljahr 2010/11 hinaus die Klassen in Kraiburg weitergeführt werden sollten, wenn es die Schülerzahlen erlauben. 17 Kinder in der 5. Klasse seien für eine Klassenbildung ausreichend.

Der Vertrag stamme aus einer Zeit, in der es noch die Hauptschule gab, wandte Heinrich-Huber ein. Mit der Einführung der Mittelschule habe sich vieles verändert. Und Konrektor Hans Rath ergänzte, seit der Vereinbarung im Jahr 2006 sei die Zahl von 40 Schülern pro Jahrgang auf ein Drittel gesunken. Auch die Gesamtzahl der Diesel-Mittelschüler ist von fast 600 deutlich gesunken.

Heinrich-Huber und Rath signalisierten Verständnis für die Position der Gemeinde. Bei rückläufigen Geburtenzahlen und steigenden Übertrittszahlen an Realschule und Gymnasium sehen sie aber keine Anzeichen für eine Umkehrung der Entwicklung. Heinrich-Huber sagte zu, die Klassen in Kraiburg zu belassen, sollte dies vom Stundenbudget her möglich sein. Hoffnungen machte sie den Gemeinderäten aber nicht.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © dpa

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