Zwei Bewerber - zwei Absagen

+
Bewerben sich um das Bürgermeisteramt in Kraiburg: der langjährige Zweite Bürgermeister Dr. Herbert Heiml (CSU)...

Kraiburg - Mindestens zwei Kandidaten bewerben sich im Herbst um das Amt des Kraiburger Bürgermeisters. Neben dem amtierenden Bürgermeister will auch ein Gemeinderat antreten.

Neben dem amtierenden Bürgermeister Dr. Herbert Heiml (CSU) will auch Gemeinderat Hermann Lichtenwimmer antreten.

Nicht zur Verfügung stehen dagegen zwei Kommunalpolitiker, die ebenfalls als Kandidaten gehandelt wurden: Anette Lehmann (UWG) und Werner Schreiber (SPD).

Die Neuwahl ist notwendig, weil Bürgermeister Michael Loher aus gesundheitlichen Gründen den Amtsgeschäften nicht mehr nachgehen kann. Mitte Juni hatte der Gemeinderat auf dessen Ersuchen hin die Entlassung Lohers aus dem Amt beschlossen. Gestern lief die Widerspruchsfrist gegen den Beschluss ab.

Möglicher Wahltermin am 7. Oktober

Formal ist damit der Weg frei für Neuwahlen. Als Termin schlägt die Gemeinde Sonntag, 7. Oktober, vor. Festgelegt wird der Wahltermin vom Landratsamt. Spätestens am 53. Tag vor dem Wahltermin müssen die Kandidaten von ihren Parteien und politischen Gruppierungen nominiert werden.

Die Nominierungsversammlungen werden in den nächsten Wochen stattfinden. Ihre Bereitschaft zur Kandidatur haben bereits zwei Kommunalpolitiker öffentlich erklärt. Er stehe bereit, sagt Dr. Herbert Heiml (CSU) auf Anfrage der Waldkraiburger Nachrichten. Der 61-jährige Zahnarzt, der sich 2002 erfolglos um das Amt bewarb, ist seit 1996 Zweiter Bürgermeister der Marktgemeinde. Vor über einem Jahr hatte er die Amtsgeschäfte für Loher vertretungshalber übernommen.

Heiml wird sich mit mindestens einem Gegenkandidaten auseinandersetzen müssen: Hermann Lichtenwimmer von den Grünen (wir berichteten). Der 55-Jährige aus Frauendorf, der als Anleiter beim Jagus-Projekt der Arbeiterwohlfahrt arbeitet, gehört dem Gemeinderat seit viereinhalb Jahren an. Lichtenwimmer weiß, dass er nicht als Favorit in den politischen Wettbewerb geht, möchte aber durch seine Kandidatur dafür sorgen, dass Kraiburg eine echte Wahl hat. Der Nominierungstermin bei den Grünen steht bereits fest: Donnerstag, 26. Juli, 19 Uhr im Gasthaus Wuhrmühle.

UWG und SPD: Derzeit kein Kandidat in Sicht

Ob sich weitere Kandidatinnen und Kandidaten um das Bürgermeisteramt bewerben, ist noch offen. Sicher ist, dass zwei Kommunalpolitiker, die immer wieder als mögliche Kandidaten genannt worden waren, dafür nicht zur Verfügung stehen.

...und Gemeinderat Hermann Lichtenwimmer (Grüne).

Anette Lehmann, seit 2008 Gemeinderätin und aktuelle Vorsitzende der UWG, erklärte gestern auf Anfrage: "Ich werde nicht kandidieren." Sie habe generell großes Interesse an dem Amt, fühle sich der Aufgabe auch gewachsen, der Wahltermin komme aber unter anderem aus familiären Gründen zu früh. Schon jetzt meldet Lehmann ihr Interesse am Amt des Zweiten Bürgermeisters an, der innerhalb des Gemeinderates gewählt wird.

Auch aus der sechsköpfigen Fraktion und dem Vorstand der UWG hat laut Lehmann niemand seine Kandidatur angemeldet. Ob die Unabhängigen Wähler einen Kandidaten aufstellen, soll in der Jahreshauptversammlung am kommenden Donnerstag, 19. Juli, um 19.30 Uhr im Gasthaus Wuhrmühle diskutiert und entschieden werden. Auch mit den Nichtmitgliedern will man dabei ins Gespräch kommen.

Ähnlich geht die SPD vor. Sie hat eine offene Informationsversammlung für Donnerstag, 26. Juli, um 19.30 Uhr im Stolzbräu angesetzt. In deren Mittelpunkt steht die Frage: "Wer wird Bürgermeisterin? Wer wird Bürgermeister?" Werner Schreiber, Ortsvorsitzender und Dritter Bürgermeister, der bereits zweimal bei Bürgermeisterwahlen angetreten war, winkt diesmal ab. "Ich werde nicht kandidieren." Gleiches gelte für seine Fraktionskollegin Kathrin Zettl.

Amtsperiode bis 2020

Wann auch immer gewählt wird, wer es auch immer wird, eins steht fest: Die Amtsperiode des/der neuen Bürgermeister/in endet nicht am 30. April 2014, sondern erst nach den übernächsten Kommunalwahlen 2020. So sieht es das Wahlgesetz vor, wenn - wie in diesem Fall - ein außerordentlicher Wahltermin in den letzten zwei Jahren einer Amtsperiode liegt.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Zurück zur Übersicht: Region Waldkraiburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser