"Den Ruf des JugZ wieder aufpolieren"

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Bürgermeister Dr. Herbert Heiml im "JugZ" in der Diskussion mit den Jugendlichen.

Kraiburg - Das Kraiburger Jugendzentrum, das nach verschiedenen Vorfällen seit Januar geschlossen ist, soll möglichst bald wieder geöffnet werden.

Dies ist das wichtigste Ergebnis einer Zusammenkunft von 19 Jugendlichen mit Bürgermeister Dr. Herbert Heiml. An diesem Gespräch nahmen auch Dritter Bürgermeister Werner Schreiber, Jugendpfleger Sigi Podowski und Jugendbeauftragter Adrian Hilge teil.

Adrian Hilge, in den letzten Monaten ziemlich allein gelassen mit dem Jugendzentrum (JugZ), nannte als Problem, "dass sich ein Anwohner ständig über den angeblichen Lärm und Krawall im JugZ beschwert hat." Zugleich gestand er zu, "dass sich einige Besucher total danebenbenommen haben und auch einiges zerstört haben."

Die anwesenden Jugendlichen versicherten aber: "Diese Leute, die hier besoffen reinkamen, um Randale zu machen, waren nicht aus Kraiburg. Einmal kamen sogar Gruppen aus Waldkraiburg und Mühldorf, um hier ihre Meinungsverschiedenheiten auszutragen."

Bürgermeister Heiml nannte es einen für ihn "ganz wichtigen Punkt, eine Art "Hausrat" mit etwa fünf Personen zu haben, die für die Hausordnung geradestehen und sich auch durchsetzen können." Er wolle die alten Vorkommnisse nicht überbewerten und auch nicht immer wieder aufwärmen, "sondern wir wollen den Ruf des Jugendzentrums wieder aufpolieren."

Von Armin Kinzl kam der Vorschlag, dass Vertreter der Jugendlichen zusammen mit dem Bürgermeister und dem Jugendbeauftragten das Gespräch mit dem entsprechenden Anwohner im Vorfeld suchen, bevor das "JugZ" wieder öffnet.

Wie ernst es allen Seiten mit der Wiederöffnung des Jugendzentrums ist, zeigte sich auch darin, dass sich noch in dieser Woche mehrere Jugendliche mit den beiden Bürgermeistern zusammensetzen werden, um eine neue Hausordnung sowie konzeptionelle Vorstellungen zu formulieren und festzuschreiben.

"Wir werden nicht alle Probleme damit vermeiden können", meinte Bürgermeister Herbert Heiml, "doch das JugZ soll wieder geöffnet werden. Beide Seiten, Jugendliche wie Anwohner, müssen zur gegenseitigen Toleranz und Rücksichtnahme bereit sein."

ng/Mühldorfer Anzeiger

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