Heiml kein "Versprechungs-Weltmeister"

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Dr. Herbert Heiml tritt für die CSU als Bürgermeisterkandidat an.

Kraiburg - Nun ist es auch offiziell: Zweiter Bürgermeister Dr. Herbert Heiml kandidiert für die CSU bei der Bürgermeisterwahl am 7. Oktober.

Dr. Herbert Heiml führt seit über einem Jahr die Amtsgeschäfte der Marktgemeinde. Auf der gut besuchten Wahlversammlung der Partei wählten ihn die Mitglieder mit einer Gegenstimme.

Ortsvorsitzende Anneliese Schuster schlug den 61-jährigen Zahnarzt seitens der Vorstandschaft vor. Dr. Herbert Heiml habe "über ein Jahr den erkrankten Bürgermeister Michael Loher hervorragend vertreten", zudem sei er seit 1994 stellvertretender Bürgermeister. "Es ging reibungslos weiter, er hat für Stabilität gesorgt und er weiß, wovon er redet", so Schuster in ihrer Begründung.

"Ich bin bereit, am 7. Oktober für das Amt des Bürgermeisters zu kandidieren", eröffnete Dr. Herbert Heiml seine Vorstellung und zählte zunächst kurz auf, was im letzten Jahr, also seit seiner Amtsübernahme erreicht wurde: mehrere Fahrzeuge für den Bauhof wurden angeschafft, das Schwimmbad konnte geöffnet bleiben, Rechtsstreitigkeiten über Parkplätze sind endgültig vom Tisch, die Feuerwehr erhält ein neues Fahrzeug und in den letzten Tagen "ist endlich die Ausweisung von zwei Baugebieten möglich geworden." Dabei sprach Heiml immer in der "Wir-Form" um deutlich zu machen, dass nicht der Bürgermeister, sondern der Gemeinderat die Entscheidungen trifft.

In diesem Zusammenhang übte Heiml auch Kritik am Kandidaten der Grünen, der die Bürgermeisterwahl als eine Entscheidung für oder gegen die Bischof-Bernhard-Haus Säle bezeichnet hat. "Das entscheidet nicht der Bürgermeister, sondern der Gemeinderat", so Heiml.

Deutlich formulierte Herbert Heiml seine Zukunftsvorstellungen, "aber ich will nicht als Versprechungsweltmeister auftreten." Als einen ganz zentralen Punkt nannte er die Familienpolitik und Maßnahmen, dass die Einwohnerzahl nicht weiter sinkt. "Niemand soll wegziehen müssen, weil in Kraiburg kein Baugrund vorhanden ist", so der amtierende Bürgermeister. Wichtig bezeichnete er in diesem Zusammenhang interessante Spielplätze, Familienfreundlichkeit, den tollen neuen Kindergarten mit Kindertagesstätte oder auch die Förderung und Stärkung ehrenamtlicher Tätigkeiten, "worüber breiter Konsens über Parteigrenzen hinaus" bestehe.

Der Ortskern müsse weiter saniert werden, ohne dabei die Außenbezirke zu vernachlässigen und Gewerbegrund müsse zumindest für heimische und kleinere Bettriebe zur Verfügung gestellt werden.

Mit der Aussage "Ich bin immer dafür, alles auf den Tisch zu legen und niemand über den Tisch zu ziehen" warb der CSU-Kandidat für mehr Offenheit und Transparenz im politischen Alltag und bei der Entscheidungsfindung für den Gemeinderat. Das Schlussresümee von Dr. Herbert Heiml war eindeutig und wurde von der Versammlung mit viel Beifall bedacht: "Mir machten die Aufgabe und das Amt des Bürgermeisters im vergangenen Jahr Spaß und ich machte die Arbeit gerne. Ich würde sie gerne weiterführen, denn Kraiburg schiebt an und Kraiburg zieht an!"

ng/Waldkraiburger Nachrichten

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