Im Bebauungsplan festschreiben?

Kraiburger Marktgemeinderat diskutiert, ob Steingärten verboten werden sollen - Ergebnis überrascht

Sollen umstrittene Schotter- und Steingärten im Zuge der Änderung des Bebauungsplanes „Jettenbacher Straße“ ausgeschlossen werden? Diese Frage warf Zweiter Bürgermeister Werner Schreiber im Gemeinderat Kraiburg auf.
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Sollen umstrittene Schotter- und Steingärten im Zuge der Änderung des Bebauungsplanes „Jettenbacher Straße“ ausgeschlossen werden? Diese Frage warf Zweiter Bürgermeister Werner Schreiber im Gemeinderat Kraiburg auf.

Im Zusammenhang mit der laufenden Änderung des Bebauungsplanes „Jettenbacher Straße“ wurde auch ein Grundsatzthema aufgeworfen: Sollen Steingärten in diesem Bereich untersagt werden?

Kraiburg – Anlass für die Änderung des Bebauungsplanes war die Teilung eines Grundstücks. Ursprünglich umfasste das Baugebiet zwölf Parzellen, drei private sowie neun Grundstücke der Gemeinde.

Großes Grundstück wird jetzt geteilt

Ziel der Bebauungsplan-Änderung ist es, durch die Teilung eines gut 900 Quadratmeter großen Grundstücks eine weitere Parzelle hinzu zu gewinnen und damit zwei Familien die Möglichkeit zu geben, etwa ein Doppelhaus zu errichten. Zudem soll der Geltungsbereich des Bebauungsplanes im Südosten verkleinert werden.

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Zweiter Bürgermeister für Ausschluss von klassischen Steingärten

Zweiter Bürgermeister Werner Schreiber (SPD) regte an, im Zuge des Änderungsverfahrens klassische Steingärten wegen der Versiegelung des Bodens auszuschließen. Dafür fand sich aber keine Mehrheit.

Bürgermeisterin will in Bauleitplanung keine weiteren Verzögerungen mehr

Schließlich gebe es auch Kiesflächen, die für Biodiversität stehen, wie Bürgermeisterin Petra Jackl (CSU) betont. Es brauche also eine genaue Definition dessen, was die Gemeinde will, beziehungsweise was sie ablehnt.

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Die Bürgermeisterin will den Bauherrn Informationsmaterial zu den Themen ökologisches bauen und Naturschutz zukommen lassen. Bei anderen Bebauungsplänen ist Jackl offen für diese Diskussionen, nicht aber in diesem Fall. Sie spricht sich dafür aus, das Verfahren so schnell wie möglich durch zu ziehen.

Nur Satteldächer: Es bleibt dabei

Die Bauwerber für dieses Baugebiet haben sich laut Jackl schon vor zwei Jahren beworben. Sie sollen nicht weiter warten müssen. Aus diesem Grund will die Bürgermeisterin auch bei einem anderen Thema nicht mehr in Grundsatzdiskussionen einsteigen. Es geht um die Dachform. Bislang gibt der Bebauungsplan Satteldächer vor. Im Gemeinderat wurde der Wunsch laut, hier den Bauwerbern mehr Freiheiten zu lassen.

Auch dieser Punkt wurde nicht in die Entwurfsplanung aufgenommen, die der Marktgemeinderat mit deutlicher Mehrheit befürwortet hat. Zwei Gemeinderäte sprachen sich dagegen aus, weil sie an einem großen Grundstück festhalten wollen.

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