Leitungsbrand sorgt für Stromausfall in Kraiburg

"So ein Defekt ist schon sehr ungewöhnlich"

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Am Sonntagnachmittag sorgte der Brand einer Stromleitung für einen Stromausfall in Kraiburg am Inn und Teilen Taufkirchens.
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Kraiburg am Inn - Am Sonntagnachmittag sorgte ein Leitungsbrand für einen Stromausfall in der Gemeinde. Nun äußert sich der Netzbetreiber dazu.

Zwischen Niederndorf und den Innauen bei Maximilian im Gemeindebereich von Kraiburg am Inn verläuft eine 20 KV-Freileitung über den Inn, die dann am Masten auf der Seite von Maximilian als Erdkabel weiterläuft. Am Sonntagnachmittag wurden die Feuerwehren aus Pürten und Kraiburg gegen 13 Uhr zum Brand eines der Masten in den Innauen alarmiert. Zunächst gestaltete sich den Einsatzort zu finden etwas schwierig aber nach kurzer Zeit fanden die Floriansjünger ihn.

400 Haushalte zeitweise ohne Strom

"Unsere bisherigen Untersuchungen haben ergeben, dass am Sonntag gegen 13 Uhr eine sogenannte Kabelaufführung am Mast in Brand geraten war", berichtet Manuel Köppl, Pressesprecher des Netzbetreibers Bayernwerk. "Dabei handelt es sich um einen Übergang von der Erd- zur überirdischen Leitung." In der Folge sei ein Schutzmechanismus in Kraft getreten, welcher die Abschaltung der Leitung zur Folge hatte. "Für etwa eine Stunde waren daraufhin etwa 400 Haushalte und Betriebe in Kraiburg und Teilen von Taufkirchen ohne Strom." 

20.000 Volt Hochspannungsleitung brennt - Kraiburg am Inn ohne Stromversorgung

Inzwischen würden diese über eine alternative Leitung versorgt. "Das ist auch für solche Fälle so vorgesehen. So können wir zeitnah reagieren und die Versorgung rasch wieder gewährleisten." Daher würden die vom Stromausfall am Sonntag Betroffenen auch während der derzeitigen Abschaltung und der Reparaturarbeiten keine weiteren Probleme haben. 

Suche nach Ursache läuft

Derzeit würde noch die Suche nach der Ursache des Defekts laufen, bevor mit einem Ersatz der Leitung begonnen werden könne. "Unsere Experten schauen sich derzeit das betroffene Kabelstück an und prüfen auch, ob der Mast repariert oder sogar ersetzt werden muss." Die Höhe des Sachschadens ist ebenfalls weiter unbekannt. 

Die Reparaturarbeiten könnten sich schwierig gestalten, so Köppl, da der betroffene Bereich in den Innauen "schwierig" sei. Das Erdkabel liege dort tief und der Boden sei sehr sandig.

"So ein Defekt ist schon sehr ungewöhnlich, darum wollen wir das auch genauestens untersuchen", erklärt Köppl. Ursache für derartige Ausfälle seien sonst beispielsweise Autounfälle, bei denen ein Mast oder eine Trafoanlage beschädigt wird. So geschehen beispielsweise Ende August an der B15 bei Rosenheim.

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