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200 Euro für falsche Tanksäulen-Angabe in Kraiburg - Das steckt dahinter

„Ich will keine 200 Euro von den Leuten. Ich will nur, dass sie die richtige Angabe machen“

Ein Aushang an der HEM-Tankstelle in Kraiburg am Inn weist auf eine neue Regelung dort hin. Wer eine falsche Angabe zur Säule, an der getankt wurde macht, soll 200 Euro zahlen müssen.
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Ein Aushang an der HEM-Tankstelle in Kraiburg am Inn weist auf eine neue Regelung dort hin. Wer eine falsche Angabe zur Säule, an der getankt wurde macht, soll 200 Euro zahlen müssen.

Die HEM-Tankstelle in Kraiburg am Inn verlangt seit neuestem 200 Euro, wenn jemand falsche Angaben dazu macht, an welcher Säule getankt wurde . Wir haben uns erkundigt, was dahinter steckt und wie legitim die Maßnahme ist.

Kraiburg am Inn - „Ich will keine 200 Euro von den Leuten. Ich will nur, dass sie die richtige Angabe machen“, betont Richard Dan, Betreiber der HEM-Tankstelle in Kraiburg am Inn. Lesern von innsalzach24.de war zuvor ein neuer Aushang an der sowohl von Anwohnern als auch Autofahrer aus dem weiteren Umkreis viel besuchten Tankstelle aufgefallen. „An der Kasse falsche Säule bezahlen: Bearbeitungsgebühr 200 Euro!“ heißt es darauf. Mit der Frage, was dahinter steckt wendeten sie sich daraufhin an unsere Redaktion. „Es geht ganz ausdrücklich nicht um Fälle, in denen die Sache an der Kasse geklärt werden kann“, erläutert Dan, „Es geht um diejenigen, in denen das nicht passiert und wir das dann hinterher nachverfolgen müssen!“

Tankstelle in Kraiburg verlangt bei falscher Säulen-Angabe 200 Euro - Inhaber erklärt sich, Verbraucherzentrale bezieht Stellung

Im Zeitraum von Juni bis September habe es einen starken Verkehrsfluss und damit auch verstärkt Kundschaft gegeben, berichtet Dan weiter. „Damit einhergehend sind uns dann sehr verstärkt Fälle aufgekommen, in denen Leute eine falsche Angabe gemacht haben und wir das erst hinterher herausgefunden haben“, führt Dan aus. „Um dann eine Forderung an den Verursacher zu stellen, sieht man sich vor einem nicht unerheblichen Aufwand. Man muss das Kennzeichen anhand der Videoaufzeichnung ermitteln. Dann muss es gegen eine Bearbeitungsgebühr bei der Kfz-Zulassungsstelle eingereicht werden und so weiter. Neben der Gebühr fällt da natürlich auch noch Arbeitszeit an. Das alles in Zeiten, in der man nur sehr schwer Personal für eine Tankstelle bekommt!“ Seit Einführung der Maßnahme seien diese Probleme verschwunden.

Doch wie legitim ist eine solche Maßnahme? „Sind 200 Euro nicht vielleicht ein bisschen viel?“, auch das wollten Leser von innsalzach24.de von uns wissen. „Der Aushang der Tankstelle ist wohl als Allgemeine Geschäftsbedingung (AGB) zu sehen. Rein grundsätzlich kann ein solcher ‚pauschalierter Schadensersatz‘ in AGBs vereinbart werden, auch durch einen solchen Aushang“, erklärt Simone Bueb, Referentin für Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Bayern e.V. gegenüber innsalzach24.de. „Unwirksam ist eine solche Klausel jedoch dann, wenn sie den in den geregelten Fällen nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge zu erwartenden Schaden oder die gewöhnlich eintretende Wertminderung übersteigt oder dem anderen Vertragsteil nicht ausdrücklich der Nachweis gestattet wird, ein Schaden oder eine Wertminderung sei überhaupt nicht entstanden oder wesentlich niedriger als die Pauschale.“

hs

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