Kommt Schwimmhalle?

Waldkraiburg - Entsteht in Waldkraiburg-Süd bald ein Schulschwimmbecken? Die Chancen stehen nicht schlecht, bestätigt Bürgermeister Siegfried Klika.

Die Stadt sei dabei, das Projekt durchzurechnen und vorzuplanen. Entschieden sei aber noch nichts. Auf etwa 3,5 Millionen Euro werden die Investitionskosten für eine Schulschwimmhalle "einfachster Bauart" geschätzt.

Schwimmunterricht, Schwimmkurse oder Schwimmtraining im Winter - in Waldkraiburg war das jahrzehntelang fast wie Tauchen in der Wüste. Denn dafür fehlte die entscheidende Voraussetzung - ein Bad. Schulen und Vereine, die in der kalten Jahreszeit ein Hallenbad brauchten, mieteten sich früher - soweit möglich - in Schwimmhallen in Nachbargemeinden ein. Zuletzt behalf man sich mehrere Jahre mit dem kleinen Peters-Hallenbad, das mit städtischem Zuschuss und Unterstützung der Stadtwerke für die Wintermonate Schulen und Vereinen zur Verfügung gestellt wurde. Doch das Bad hat einen großen Nachteil. Wegen der Wassertiefe ist es für Schwimmkurse nicht zugelassen. Dabei ist der Anteil an Nichtschwimmern unter Waldkraiburger Grundschülern nach Statistiken des staatlichen Schulamtes überproportional groß (wir berichteten).

Gemeinsam mit dem Berufsbildungswerk Waldwinkel wollten die Stadt, die Gemeinde Aschau und der Landkreis das ehemaligen Hallenbad im BBW ertüchtigen. Diese Option wolle die Stadt noch nicht aufgeben, betont der Bürgermeister, auch wenn diese Alternative den Nachteil hat, dass die Schüler nach Waldwinkel gebracht werden müssen.

Dieses Problem gäbe es mit einem Schulschwimmbecken in Waldkraiburg, mit rund 4000 Schülern größter Schulstandort im Landkreis, nicht. Als Standort für eine Halle bietet sich ein Grundstück im Bereich des Sportplatzes in der Franz-Liszt-Straße, in unmittelbarer Nachbarschaft von Gymnasium, Realschule, Mittelschule und Grundschule, an. Den Schulstandort Waldkraiburg würde eine solche Halle erheblich aufwerten, ist Klika überzeugt.

Die finanziellen Voraussetzungen für das Projekt sind laut Bürgermeister günstig, nicht nur, weil sich die städtische Haushaltslage aufgrund von hohen Steuereinnahmen positiver darstellt als noch im Vorjahr. Die Stadt rechne zudem mit einer hohen Förderung und habe die begründete Hoffnung auf privates Sponsoring. Mit dem Landkreis als Sachaufwandsträger für Realschule und Gymnasium müsse über eine Beteiligung gesprochen werden.

Die Frage nach dem Unterhalt erscheint im beginnenden Geothermie-Zeitalter ebenfalls in einem neuen Licht. Die Fernwärmeleitung läuft am Grundstück vorbei, ein Anschluss ist also kein Problem.

Schulamt und VfL seien für die Schwimmhalle, so Klika, der zugleich betont, dass die Realisierung noch nicht beschlossene Sache ist. Nach seinen Worten laufen derzeit die Vorplanungen, werde die Finanzierung durchgerechnet, um die Beratung und Entscheidung in den städtischen Gremien vorzubereiten.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © dpa

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