Staatsstraße 2091: Stadt hat keine Einwände

Waldkraiburg - Die Stadt Waldkraiburg erhebt keine Einwände gegen den Ausbau der Staatsstraße 2091. Die Staatsstraße soll nördlich von Waldkraiburg nach Ampfing ausgebaut werden.

Die Stadt Waldkraiburg erhebt keine Einwände zur Planfeststellung für den Ausbau der Staatsstraße 2091 nördlich von Waldkraiburg in Richtung Ampfing. Im Stadtentwicklungsausschuss wurde eine entsprechende Stellungnahme vorberaten und befürwortet.

Die Regierung von Oberbayern hat das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der Staatsstraße eingeleitet (wir berichteten). Wegen Problemen beim Grunderwerb hatte das Straßenbauamt Rosenheim die Planfeststellung beantragt.

Die Planfeststellung weicht nur geringfügig von der bereits drei Jahre alten Planung für das Teilstück von der Einmündung der Teplitzer Straße und der Einmündung der Gemeindeverbindungsstraße Holzheim-Eichheim vor Ampfing ab.

Kernpunkte dieser Planung sind:

Die bislang sechs Meter breite Straße soll auf eine Fahrbahnbreite von acht Metern (einschließlich zwei 0,5 Meter breite Randstreifen) ausgebaut werden.

Parallel zur Fahrbahn verläuft ein asphaltierter Weg. Auf Ampfinger Gebiet, wo dieser neue Weg auch die Funktion einer Erschließungsstraße für die Landwirtschaft hat, ist er drei Meter breit, im Gemeindegebiet Waldkraiburg auf 1,75 Kilometer Länge zweieinhalb Meter breit. Für einen breiteren Ausbau, für den die Stadt die Kosten tragen müsste, sehen Stadtverwaltung und Ausschuss keine Notwendigkeit. Eine Breite von 2,50 Metern sei für den Geh- und Radweg, aber auch für die Bewirtschaftung der angrenzenden städtischen Grün- und der Waldflächen nördlich der Daimlerstraße ausreichend.

Die Gesamtbreite der Straße beträgt 15 Meter, beziehungsweise 14,50 Meter.

Der Knotenpunkt Daimlerstraße/Staatsstraße am Kino wird zum Kreisverkehr umgebaut. Der Parkplatz Tannet wird an diesen Kreisel angeschlossen.

Der Rastplatz bei Rabein fällt weg. Der Wanderparkplatz Staatswald wird zurückgebaut.

Lärmschutzmaßnahmen und Schutzmaßnahmen vor Schadstoffen in der Luft sind nicht erforderlich.

Ein landschaftspflegerischer Begleitplan für naturschutzrechtliche Schutz- und Ausgleichsmaßnahmen wurde erstellt. Neuaufforstungen, die aufgrund des Eingriffs in den Bannwald erforderlich sind, sind im Anschluss an den Bannwald östlich von Rabein geplant.

Die Kosten für die Straßenbaumaßnahme trägt der Freistaat, am Kreisverkehr Daimlerstraße muss sich der Landkreis zu einem Drittel beteiligen.

Für den Straßenbau entstehen der Stadt keine Kosten. Etwa 30000 Euro kostet allerdings die Straßenbeleuchtung am Kreisverkehr an der Einmündung Daimlerstraße, die auf Wunsch Waldkraiburgs realisiert wird. Weil der Weg stark befahren werde, sprach sich Stadtrat Rainer Zwislsperger dafür aus, auch die Beleuchtung des Weges schon jetzt zu realisieren. Um für die Beleuchtung des Geh- und Radweges die Voraussetzungen zu schaffen, wird ein Leerrohr verlegt.

Nach der Plangenehmigung wird mit einer Bauzeit von eineinhalb Jahren gerechnet. Die Maßnahme soll in einem Abschnitt umgesetzt werden.

In der Regel dauere das Planfeststellungsverfahren etwa ein Jahr, so Gerhard Oswald von der Stadtverwaltung. Dieser Zeitplan lasse sich allerdings nur einhalten, wenn der Planfeststellungsbeschluss nicht beklagt wird, ergänzte CSU-Fraktionsvorsitzender Anton Sterr.

Nicht Bestandteil der Planung ist der aus Waldkraiburger Sicht besonders wichtige, zusätzliche Anschluss des künftigen erweiterten Industriegebietes nördlich der Daimlerstraße. Dieser werde aber realisiert, so Oswald, nicht als Abbiegespur, sondern als vollwertige Anbindung.

Um Verlagerungen von Verkehrsströmen von der Teplitzer in die Daimlerstraße zu vermeiden, legt die Stadt großen Wert darauf, dass die Einmündung der Teplitzer Straße in die Staatsstraße ebenso attraktiv und leistungsfähig gestaltet wird wie die Einmündung der Daimlerstraße. Dieses Planungsziel werde bei den laufenden Voruntersuchungen berücksichtigt, hieß es.

Zu den von der Stadt geforderten Maßnahmen zählt auch der weitere Ausbau der Staatsstraße einschließlich einer Umfahrung des Ortsteils Pürten. Das Bauamt habe die möglichen Maßnahmen für den Straßenausbauplan 2010 angemeldet.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

Rubriklistenbild: © pa

Zurück zur Übersicht: Region Waldkraiburg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser