Kein "Ja" für die Gemeindehalle

Taufkirchen - In der jüngsten Gemeinderatssitzung gab es ein klares "Nein" für den Bau der geplanten Gemeindehalle. Eine sehr große Enttäuschung für den TSV und besonders für die Stockschützenabteilung.

Auf der Tagesordnung stand als Punkt drei: Bau der Gemeindehalle Taufkirchen - Beschlussfassung. Eine lange und rege Diskussion schloss sich den Ausführungen von Gemeinderat Konrad Fritz an, er stellte noch einmal den Ist-Zustand und eine mögliche Lösung samt Finanzierung den Gemeinderäten vor. Auch Albertine Wimmer, Abteilungsleiterin der Stockschützen, informierte über den derzeitigen Aktivenstand und plädierte ebenso für den Bau der Halle.

In der anschließenden Diskussion stellte Gemeinderat Alfons Mittermaier fest, dass seiner Meinung nach als einziges Argument für den Bau die Trainingsmöglichkeiten der Stockschützen anerkannt werden könne. Dies sei aber für lediglich drei Prozent der Gesamtbevölkerung Taufkirchens nicht tragbar. Außerdem waren mit vier Gegenstimmen von 26 abgegebenen Stimmen 15 Prozent der Stockschützen ebenfalls gegen die Halle. Er erwähnte weiters, dass die Lärmbelästigungen nicht von den Stockschützen ausgehen, so die Aussage der Nachbarn bei einem Gespräch. Er selbst sei klar gegen die Halle, besonders gegen den geplanten Standort.

Gemeinderat Tobias Grundner stellte die Frage, was man alles in der Gemeindehalle veranstalten könne, aber nicht in der Mehrzweckhalle. Für ihn sei dies nur das Stockschießen. Für ihn steht fest, dass aktive Stockschützen im Winter auch weiter auf Eis trainieren werden. Er erinnerte auch daran, dass in den nächsten Jahren größere Ausgaben auf die Gemeinde zukommen werden. Deshalb sei dieser Bau für ihn nicht durchführbar.

Gemeinderat Winfried Steinhuber kann sich eine Finanzierung durch die Fotovoltaikanlagen auf dem Sportheim und der Gemeindehalle nicht vorstellen. Er befürchtet, dass die Kosten auf die Gemeinde zurücklaufen.

Zweiter Bürgermeister Dr. Franz Schuhbeck stellte fest, dass mit dieser Beschlussfassung auch der Standort bestimmt wird und dieser bei ihm keinen Gefallen finde. Gemeinderat Siegfried Mittermaier ist der Meinung, dass die Halle nicht unbedingt gebraucht werde und sprach ebenfalls Bedenken in Sachen Haushalt aus. Für ihn gelte auch ein klares "Nein" zum Bau der Halle. Gemeinderat Konrad Fritz appellierte als stellvertretender Vorsitzender des TSV an das Gremium und sprach von einem deutlichen Mehrwert für die Gemeinde. Die Halle, so Fritz, gebe im Besonderen der Stockschützenabteilung für Jahre einen Aufschwung. Bürgermeister Jakob Bichlmaier sprach zum Schluss der Diskussion von der Aufgabe der Gemeinde, für alle Bürger vernünftige Bedingungen zu schaffen.

Vor der Beschlussfassung wurde der Ausschluss der Gemeinderäte Georg Fürstenberger und Konrad Fritz als Vertreter des TSV bei dieser Abstimmung mit jeweils 12:0 Stimmen beschlossen. Anschließend stimmten stimmten zehn Mitglieder gegen die Halle - nur Bürgermeister Bichlmaier gab sein Ja für den Bau.

fim/Waldkraiburger Nachrichten

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