Kameras am Eingang von Schulen?

Waldkraiburg - Videoüberwachung - auch im Bereich von Schulen ist sie immer wieder ein Thema.

Vor dem Hintergrund der jüngsten Vorfälle in Ansbach oder Winnenden wurde dieses Thema bei einer Tagung von Realschulleitern diskutiert, sagt Hans Hautz, Rektor der Ferdinand-Porsche-Realschule.

Es gebe bereits einzelne Realschulen, zum Beispiel in Freilassing, deren Eingangsbereich videoüberwacht ist. Selbst über Kameras im Gebäude beziehungsweise in einzelnen Gängen werde diskutiert. Der finanzielle Aufwand sei allerdings gewaltig. Hautz sieht aber auch große Vorteile. Vor allem: "Das Sicherheitsgefühl an der Schule wird dadurch gestärkt." Auch an der Waldkraiburger Schule beschäftige man sich deshalb mit der Frage, ob "es im Eingangsbereich sinnvoll wäre".

Polizeichef Marchner skeptisch

 Waldkraiburgs Polizeichef Georg Marchner ist von Videokameras an Eingängen oder in Schulen nicht überzeugt. "Wenn es tatsächlich das Sicherheitsgefühl steigert, kann man darüber nachdenken." Seiner Meinung nach sollte man sich davon "aber nicht zu viel versprechen". Zum einen seien in all diesen Fällen die Täter keine schulfremden Personen gewesen, sondern Schüler. "Und was bringt eine Videoüberwachung in dieser Situation, wenn ich niemanden am Bildschirm habe."

hg/Mühldorfer Anzeiger 

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Rubriklistenbild: © dpa

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