Jugendheim: Renovierung wird richtig teuer

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Hier steht eine Generalüberholung an: 30000 Euro soll die Renovierung des Jugendheims kosten.

Jettenbach - Der Katholischen Landjugend steht viel Arbeit ins Haus. Ihr Jugendhaus muss dringend saniert und renoviert werden.

Das aus dem Jahr 1948 stammende Gebäude wurde in reiner Holzbauweise ohne gemauerte Wände erstellt. Der Bau geht auf Kurat Johann Neumaier zurück, der in den Jahren 1948-1951 die Kuratie Jettenbach-Grafengars leitete. Durch die Kriegswirren kamen viele Vertriebene und Flüchtlinge in die Gemeinde, die dadurch fast auf das Doppelte ihrer Einwohner anwuchs. Dringend notwendig war die Betreuung der Kinder, vor allem der Neubürger, die tagsüber in Arbeit standen. Kurat Neumaier erkannte ihre Not und suchte mit Erfolg Spenden für Baumaterialien, ehrenamtliche Helfer und Handwerker für das Projekt "Kindergarten". Das benötigte Bauholz spendete Graf Toerring und er stellte auch Mitarbeiter seines Hauses ab, um tatkräftige Hilfe leisten zu können.

Bis zum Jahr 1956 wurde dann das Gebäude als Kindergarten genutzt. Nach einem starken Rückgang der Vorschulkinder - bedingt durch den Wegzug vieler Neubürger - wurde der Kindergarten aufgelöst. Die Jettenbacher Kinder besuchten fortan den Kindergarten in Aschau.

Das leer stehende Gebäude diente nun der Katholischen Landjugend für ihre Treffen und Zusammenkünfte. Unterstützt durch die Kuratiegemeinde sorgten sich die jeweiligen Vorstandschaften der Landjugend mit viel Eigenleistung um den Erhalt des Gebäudes, der Einrichtung und des Gartens. Finanziert wurden die erforderlichen Aufwendungen zum Großteil durch Wald- und Gartenfeste und viele kleinere Veranstaltungen.

Im Dezember 2009 musste die Decke des Landjugendhauses aus Sicherheitsgründen bereits provisorisch verstärkt werden. Die nun anstehende Generalüberholung wird mit 30.000 Euro angesetzt.

ste/Mühldorfer Anzeiger

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