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Waldkraiburg - Schon vor sechs Jahren hat Valentina Kopp ein bayerisch-russisches Wörterbuch geschrieben. Jetzt hat die 72-Jährige endlich einen Verleger gefunden.

Ein langer Weg liegt hinter Valentina Kopp. Schon vor sechs Jahren hat sie ein bayerisch-russisches Wörterbuch geschrieben, erst Ende Dezember 2009 ist es aber auf den Markt gekommen.

"Die Idee zu dem Buch hatte ich zufällig", erzählt die 72-Jährige. Ihr Sohn habe in einer Baufirma gearbeitet, in der alle seine Kollegen bayerisch gesprochen hätten. "Er hat sie nicht verstanden und weil ich ihm auch nicht helfen konnte, habe ich mir ein bayerisches Wörterbuch gekauft." Dieses Buch hat sie Stück für Stück übersetzt. "Bis es zu meinem Buch kam verging aber noch einige Zeit und es passierte durch viele Zufälle."

Eine wichtige Rolle habe Siegfried Götz, Leiter der Bürgerhilfsstelle im Landratsamt Traunstein, gespielt. "Ich habe ihn zufällig getroffen und ein Telefongespräche mitangehört, das er auf bayerisch geführt hat. Danach habe ich ihm gesagt, dass ich alles verstanden habe und als er mich fragte wieso, habe ich ihm von meiner Übersetzung erzählt." Nach Meinung des Bayern-Liebhabers leiste die Übersetzung einen guten Beitrag zur Integration, darum appelierte er an Kopp: "Sie müssen ein Buch herausbringen!"

Nachdem das Wörterbuch, das aus drei Spalten - bayerisch, hochdeutsch und russisch - besteht, fertig war, musste nur noch ein Verleger gefunden werden. "Das hat ewig gedauert." Schließlich meldete sich ein gewisser Martin Schön aus Bad Reichenhall bei Valentina Kopp. "Er hat in einer Radiosendung von meinem Buch gehört", erklärt die Waldkraiburgerin. Schön brachte das Wörterbuch schließlich heraus. Zufrieden hält Valentina Kopp es heute in ihren Händen. "Es ist auf Bestellung in jeder Buchhandlung erhältlich", lacht die 72-Jährige.

Das Wörterbuch kostet 27,50 Euro.

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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