Jetzt gegen einen Neubau

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Gars -Anfang Juli hatte der Garser Gemeinderat den Neubau eines Feuerwehrhauses in Au beschlossen, jetzt gab es eine deutliche Mehrheit gegen den geplanten Bau. Grund: Zu teuer!

In der Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause lag jetzt nochamals der Bauantrag des Marktes Gars zum Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Au am Inn vor. Noch Anfang Juli hatte das Gremium beschlossen, die Eingabeplanung dazu zu erstellen und von der Verwaltung zur Genehmigung beim Landratsamt einreichen zu lassen.

Toni Wöhrl eröffnete die Diskussion dazu mit einem Hinweis auf die allerdings auch schon vor fünf Wochen bekannten hohen Schätzkosten des Feuerwehrhauses: Dieses soll gleichzeitig mit dem Neubau eines Kinderheimes des Franziskushauses errichtet werden und den zweiten Auer Klosterhof im Süden wieder baulich abschließen.

Beide Gebäudeteile müssen auch von der Höhe her zusammenpassen, was ein Gerätehaus mit einem zweiten Stock in einem entsprechend hohen Dachstuhl nötig macht. Der Architekt hat die Kosten dafür auf rund 600000 Euro geschätzt, wesentlich mehr, als man für ein Feuerwehrhaus mit einem Stellplatz üblicherweise ausgeben muss.

Trotz dieser baulichen Notwendigkeiten habe er sich auch schon gefragt, warum das Ganze dermaßen teuer kommen müsse, stellte Bürgermeister Norbert Strahllechner fest. Er setzt jedoch voraus, dass die Auer Floriansjünger beim Bau mit anpacken und zeigte sich entschlossen, das Gerätehaus nicht zu einem solchen Preis zu bauen.

Strahllechner wies aber auch darauf hin, dass dieser Standort und die Zusammenarbeit mit dem Kloster bereits von seinem Vorgänger und vom vorherigen Gemeinderat für gut befunden worden seien. Ein anderer genehmigungsfähiger Standort sei nicht vorstellbar. Man habe jetzt entsprechend den Beschlüssen des Gemeinderates viel Geld für die Planung ausgegeben, folglich sei auch die Baugenehmigung einzuholen, um sich dann auf dieser soliden Basis Angebote oder neue Schätzungen machen zu lassen beziehungsweise die Kostensituation noch einmal zu überdenken. Man könne das Projekt jetzt nicht platzen lassen.

Toni Greißl erinnerte daran, dass man mit einem Neubau in der Pflicht sei als Ersatz für die alte, zu kleine Feuerwehrgarage im Untergeschoss des ehemaligen Lehrerwohnhauses, das verkauft worden sei.

Toni Lentner zeigte sich angesichts der Lage unzufrieden, dass der Gemeinderat nicht so selbständig "Gemeinde gestalten könne".

Mit zehn zu drei Stimmen lehnte der Gemeinderat jetzt den Bauantrag ab.

Strahllechner war nach dem Beschluss sehr verärgert und bezeichnete das verweigerte Einvernehmen als "Watsche".

Der Bauantrag der Kongregation der Franziskanerinnen zum Neubau des heilpädagogischen Kinderheimes wurde dagegen bei einer Gegenstimme von Toni Lentner befürwortet. ba

Rubriklistenbild: © dpa

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