Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Massive Probleme: Woran es sich spießt

Hinter Breitbandausbau in Jettenbach steht ein großes Fragezeichen - wie geht es jetzt weiter?

Gigabit-Bandbreiten über Glasfaser: Dafür gibt es ein Förderprogramm des Freistaates Bayern. Zunächst aber muss ein Markterkundungsverfahren durchgeführt werden.
+
Gigabit-Bandbreiten über Glasfaser: Dafür gibt es ein Förderprogramm des Freistaates Bayern. Zunächst aber muss ein Markterkundungsverfahren durchgeführt werden.

Jettenbach – Wie geht es mit dem Breitbandausbau in der Gemeinde Jettenbach weiter?

Über den aktuellen Sachstand berichtete Breitbandpate Markus Schmidinger von der Verwaltungsgemeinschaft dem Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung. Die Gemeinde Jettenbach hatte sich demnach bereits 2015 mit dem Breitbandausbau befasst und das Förderprogramm des Freistaates Bayern in Anspruch genommen. Die Gemeinde Jettenbach erhielt daraufhin Fördermittel in Höhe von 206 718 Euro für den Ausbau der unterversorgten Außenbereiche – überwiegend landwirtschaftliche Einzelanwesen.

Markterkundung soll Schwachstellen zeigen

Der Hauptort Jettenbach selbst wurde jedoch aufgrund der in der Markterkundung von Vodafone-Kabel Deutschland abgegebenen Stellungnahme nicht in das Förderprogramm aufgenommen, da bereits die geforderten 30 Megabit pro Sekunde laut Vodafone erreicht würden.

Mit dem Förderprogramm „Höfebonus“ des Freistaates Bayern sei daraufhin zwar versucht worden, die bis dahin noch unterversorgten abgelegenen Anwesen anzuschließen. Doch blieb die Ausschreibung zum Auswahlverfahren und eine zweite Ausschreibung ohne Erfolg, da kein Betreiber ein Angebot abgegeben hat. Das Förderverfahren wurde daraufhin eingestellt.

Im Rahmen der Bayerischen Gigabitrichtlinie des Freistaates Bayern wurde nun die Chance gesehen, auch den Hauptort Jettenbach und die im Rahmen des Höfebonus unberücksichtigten Einzelanwesen einer vernünftigen Breitbandversorgung zuzuführen. In der Rückantwort von Vodafone zur Markterkundung wurde mitgeteilt, dass ein eigenwirtschaftlicher Ausbau von Docsis 3.0 auf Docsis 3.1 – dabei handelt es sich um ein System für schnellere Datenübertragung – bis Ende 2022 für alle Vodafone-Anschlüsse vorgesehen ist und dadurch Gigabit-Bandbreiten möglich wären. Auf Basis dieser Aussage sei ein Glasfaserausbau nicht mehr förderfähig gewesen.

Also hat die Gemeinde Vodafone aufgefordert, ein technisches Konzept zu den eigenwirtschaftlichen Ausbauankündigungen vorzulegen. Der eigenwirtschaftliche Ausbau, so die Info aus der Verwaltung, sei nach dieser Anforderung dann zurückgezogen worden. Somit entsprechen diese Rückmeldungen auch nicht mehr den Gegebenheiten und sind zu überarbeiten, hieß es dazu in der Sitzung.

Bundestagsabgeordneter eingeschaltet

Da in der ersten Markterkundung durch Vodafone erklärt wurde, dass durch Docsis 3.0 Bandbreiten von mindestens 100 Megabit pro Sekunde im Download, aber weniger als 200 Megabit pro Sekunde vorliegen, können die Privathaushalte nicht im Förderprogramm „Gigabitrichtlinie“ berücksichtigt werden. Es können zwar die Gewerbebetriebe in das Förderprogramm aufgenommen werden, aber diese wenigen, im Gemeindegebiet verteilten Anschlussnehmer, werden sich ohne die Privathaushalte nicht rechnen, erläuterte Schmidinger dazu in der Sitzung.

+++ Hier weitere Artikel aus Jettenbach nachlesen +++

Wie vom Gemeinderat angeregt, wurde daraufhin der Bundestagsabgeordnete Stephan Mayer (CSU) eingeschaltet, und der Heimatabgeordnete hat die Breitbandsituation in Jettenbach an den Breitbandmanager des Bayerischen Breitbandzentrums, Ottmar Reschberger, zur Stellungnahme weitergeleitet. Dessen Stellungnahme liegt bis dato noch nicht vor.

Das Ingenieurbüro Höpfinger hat zwischenzeitlich beim Vermessungsamt Mühldorf eine aktuelle Adressliste angefordert, in der auch die neuen Haushalte in der Lindenstraße enthalten sind. Diese sollen im Rahmen einer erneuten Markterkundung in das Fördergebiet aufgenommen werden. Und Vodafone soll aufgefordert werden, die Lis te für das weitere Verfahren zu aktualisieren.

Förderung auch ab 2023 möglich

Weiter hieß es in der Sitzung: Nachdem sich kein Betreiber bereit erklärt hat, das Gebiet in der Lindenstraße zu erschließen und die neuen Anwesen somit überhaupt keine Anbindung haben, wäre eine höhere Förderung je Anschluss möglich. Die Unterversorgung müsste aber in einer neuen Markterkundung festgestellt werden. Die restlichen privaten Anschlüsse, die nach aktuellen Richtlinien nicht unterversorgt sind, könnten ab 1. Januar 2023 im Förderverfahren berücksichtigt werden, wenn der Schwellenwert bei 200 Megabit pro Sekunde liegt. Der Gemeinderat beschloss letzten Endes einstimmig die Durchführung eines zweiten Markterkundungsverfahrens für das Förderprogramm „Gigabitrichtlinie“.

Kommentare