Künstler müssen woanders übernachten

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Waldkraiburg - In der Stadt sind Künstler offenbar unbeliebte Hotelgäste, da sie lediglich Kurzgäste sind. Dies beklagt nun Hansjörg Malonek vom Haus der Kultur.

In der Rubrik "Was mich freut, was mich ärgert" in der Montagsausgabe des Mühldorfer Anzeigers machte nun Hansjörg Malonek seinen Ärger Luft. Der Verantwortliche für die Veranstaltungen vom Haus der Kultur beklagt die Hotelsituation für Künstler vor Ort.

Rund 150 Künstler-Übernachtungen gebe es pro Jahr, doch aufgrund des "schlechten Service in den Waldkraiburger Hotels" weicht er dazu lieber nach Mühldorf aus. Dort seien die Hotels einfach zuvorkommender, auch weil die Konkurrenz größer sei.  So seien einige Hotels nicht bereit auf die Wünsche der Künstler einzugehen, etwa nach abendlichen Auftritten ein späteres Frühstück anzubieten. Eine-Nacht-Buchungen werden abgelehnt. Auf Nachfrage des Anzeigers verteidigt Anton Hinterwimmer vom Hotel Trasen diese Vorgehensweise: Er verdiene sein Geld mit Wochengästen und müsse wirtschaftlich denken. Schließlich habe er nur 18 Zimmer und könne nicht fünf davon für lediglich eine Nacht mit Künstlern blockieren.

Größere Ensembles müssen gar nach Erding oder in den Speckgürtel von München zum Übernachten fahren. Es gebe schlicht und einfach keine ausreichende Zahl an freien Zimmern. Malonek erhofft sich eine neue politische Diskussion über den Bau eines Hotels mit größeren Kapazitäten.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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