Hoher Jahresgewinn

Waldkraiburg - Mit einem sehr hohen Jahresgewinn hat der städtische Eigenbetrieb Abwasser das Wirtschaftsjahr 2011 beendet:

1,3 Millionen Euro weist der Geschäftsbericht aus. Schon 2010 ein war ein deutliches Plus von 910000 Euro zu verzeichnen. Das sollte einen positiven Effekt auf die Gebührenkalkulation 2014 haben, rechnet man bei der Stadt.

Allerdings wird in den nächsten Jahren auch mehr Geld für den Unterhalt des Kanalnetzes gebraucht (siehe Bericht auf Seite 20). Die Kosten für das Sanierungsprogramm seien durch die Gebühren, die vor einigen Jahren angehoben wurden, abgedeckt, so Stadtrat Axel Pöschmann. In nächster Zeit sei keine Erhöhung der Gebühren zu erwarten, sagte Bürgermeister Siegfried Klika.

Beide verwiesen auf die Jahresergebnisse 2010 und 2011. Der Gewinn von 2010 (91000 Euro) wurde im vergangenen Jahr noch einmal deutlich übertroffen.

Sogar ein Plus von 1,3 Millionen Euro weist der Geschäftsbericht für 2011 auf. Zum Teil führte Herbert Lechner dieses Ergebnis auf Einmal-Effekte, etwa aus der Auflösung von Rückstellungen für die Abwasserabgabe, zurück.

Wie der stellvertretende Werkleiter weiter ausführte, sind die Abwassermengen zum Teil deutlich zurückgegangen, etwa bei den Großeinleitern. Die Erlöse sind gegenüber 2010 dennoch gestiegen. Entscheidend dafür sei die Schmutzfracht bei den Großeinleitern sowie ein deutlicher Anstieg der Wassermengen aus der Straßenentwässerung.

Die Gesamterträge sind um 188000 Euro auf 5,37 Millionen Euro angestiegen. Der Materialaufwand wuchs um 80000 Euro auf 3,21 Millionen. Der Löwenanteil entfällt hier auf das Betreiberentgelt an die Kläranlage der Stadtwerke GmbH in Höhe von 2,9 Millionen. Der Personalaufwand ist um 7000 Euro auf 9000 Euro zurückgegangen, die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 226000 Euro auf 522000 Euro.

Das Jahresergebnis 2011 führt dazu, dass das Eigenkapital des Eigenbetriebs noch einmal deutlich ansteigt - auf 11,087 Millionen Euro.

Zu den "erfreulichen Entwicklungen" zählt Lechner die Tatsache, dass die Verbindlichkeiten um rund 950000 Euro auf 5,5 Millionen Euro verringert werden konnten. Der Großteil davon sind Schulden bei Kreditinstituten, die um 408000 Euro auf 51 Millionen reduziert wurden.

hg/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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