Mit Herta Müller in der Schule

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Alfred Stuiber aus Waldkraiburg

Waldkraiburg - "Die Siebenbürger Sachsen haben ihren Peter Maffay. Wir Banater haben Herta Müller." Alfred Stuiber aus Waldkraiburg ist stolz auf die Schriftstellerin, die heute in Stockholm den Nobelpreis für Literatur erhält.

Der 56-Jährige kennt Müller aus gemeinsamen Kindertagen. Acht Jahre drückte er mit ihr die Schulbank in Nitzkydorf im Banat.Wie Herta Müller stammen zahlreiche Waldkraiburger aus dem Banat, jener über viele Jahrhunderte deutsch geprägten Region in Rumänien. Mehrere Waldkraiburger Familien kommen aus Nitzkydorf, dem Ort, in dem die Nobelpreisträgerin 1953 geboren wurde, aufwuchs und zur Schule ging, unter anderen mit Alfred Stuiber.

"Man hat sich gekannt, wie sich in einem Dorf jeder kennt." Acht Jahre drückte der 56-Jährige, dessen Frau Katharina damals in der selben Straße wie die Schriftstellerin wohnte, mit Herta die Schulbank, vier Jahre davon war sie in der Volksschule seine Banknachbarin. Schon den Kindergarten hatten sie gemeinsam besucht. "Wir waren in jeder Klasse die Kleinsten", erinnert er sich. Zahlreiche Fotos aus jener Zeit hat er am Wohnzimmertisch vor sich ausgebreitet, dazu Zeitungsartikel über die Nobelpreisträgerin. "Sie war die beste Schülerin, in allen acht Klassen. Dass sie gescheit ist, hat man schon gesehen." Schon in der sechsten, siebten Klasse habe sie erste Gedichte geschrieben.

Was die Stuibers und andere Banater über ihre Bücher sagen in der morgigen Ausgabe der Waldkraiburger Nachrichten.

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