Gemeinderat für Schulsprengeländerung

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Bei einer Schulsprengeländerung würde das Heldensteiner Schulgebäude wieder sinnvoll ausgelastet. Genügend Räumlichkeiten stehen jedenfalls zur Verfügung.

Heldenstein – Einstimmig sprachen sich die Gemeinderäte in der letzten Sitzung, dafür aus, dass die Verwaltung im Zuge des Anhörungsverfahren zur beantragten Schulsprengeländerung für diese eintreten solle.

Wie bereits berichtet, hat die Gemeinde Rattenkirchen eine Änderung des Schulsprengels dahingehend beantragt, dass künftig die Grundschüler aus dem gesamten Gemeindebereich Rattenkirchen die Grundschule in Heldenstein besuchen sollen. Die Änderung soll jahrgangsweise erfolgen, sodass Schüler, die jetzt in Obertaufkirchen unterrichtet werden, dort auch ihre Grundschulzeit beenden können.

Die Schulanfänger jedoch sollen bereits ab dem Schuljahr 2011/2012 in Heldenstein unterrichtet werden. Seitens des Schulamtes Mühldorf wird derzeit das Anhörungsverfahren durchgeführt.

Die Heldensteiner Gemeinderäte sehen keinerlei Gründe, die dem entgegenstehen könnten. Im Gegenteil: Nach deren Ansicht spricht sehr viel für eine Änderung des Schulsprengels. Einerseits, so der Tenor, sei es bereits jetzt so, dass Kinder aus den Rattenkirchener Gemeindeteilen Hassberg und Empling die Schule in Heldenstein besuchen würden.

Andererseits seien die Ausrichtungen der Gemeinde Rattenkirchen sowohl im politischen als auch im kirchlichen Bereich nach Heldenstein bereits vorhanden.

Auch das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben der Bevölkerung Rattenkirchens sei eindeutig in Richtung Heldenstein, Ampfing und Waldkraiburg ausgerichtet, so der Sachvortrag der Verwaltung.

Nachdem Heldenstein und Rattenkirchen eine Verwaltungsgemeinschaft bilden, erscheint auch aus diesem Grund die Schulsprengeländerung schlüssig. Eine Änderung des Schulsprengels würde außerdem eine Lücke im Gemeinschaftsleben der seit 1980 bestehenden Verwaltungsgemeinschaft Heldenstein schließen.

Ebenso spreche die räumliche Situation laut Verwaltung für die Änderung. Durch die Auflösung der Teilhauptschule in Heldenstein stünden genügend Klassenzimmer zur Verfügung, die selbst bei einer möglichen Teilung der einzelnen Jahrgangsstufen ausreichend wären.

Zudem wird im Untergeschoss des Schulgebäudes derzeit durch entsprechende Umbauten eine Kinderkrippe errichtet, die zum 1. September ihren Betrieb aufneh-men soll. Die künftige Leiterin der Kinderkrippe, Christina Strohmeier, stellte in der Gemeinderatssitzung das Betriebskonzept vor. Demzufolge stehen künftig 24 Krippenplätze zur Verfügung, die primär für Kinder aus den Gemeinden Heldenstein und Rattenkirchen vorgesehen sind.

Uneingeschränkt waren alle Gemeinderäte der Auffassung, dass die Schulsprengel-änderung seitens der Gemeinde Heldenstein zu begrüßen wäre. Sie beauftragten die Verwaltung mittels einstimmigem Beschluss, die Argumente gegenüber dem Schulamt darzustellen und um positive Begleitung des Rattenkirchener Antrages zu bitten.

jhg/Mühldorfer Anzeiger

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