In der Hauptrolle: Waldkraiburg

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Industriecharme in Szene zu setzen ist die Spezialität von Filmemacher Sebastian Harrer.

Waldkraiburg - "Alles auf Anfang", brüllt Sebastian Harrer. Der gelernte Theater- und Filmregisseur aus Waldkraiburg ist auch Filmemacher.

Die Stadt hat ihn engagiert, Waldkraiburg richtig in Szene zu setzen und einen Imagefilm zu drehen, der auf Messen gezeigt werden soll. Die Lehrerin Ariane Kreidl erklärt ihrer Klasse im Unterricht, wie Geothermie funktioniert. Nach der Theorie kommt die Praxis. Die Gruppe besichtigt die Bohrgerätschaften am Volksfestplatz und trifft dort den Stadtwerkemann, der alle herumführt.

Die Szene wird von der Kamera eingefangen. Die Schüler sind echt, die Lehrerin auch, nur der Stadtwerkemann nicht, der ist gecastet. Kosta Diakourakis aus Waldkraiburg trägt einen Stadtwerke-Pulli und einen Helm, auch die Kinder bekommen einen Kopfschutz.

"Viele Leute haben mitgeholfen, dass der Dreh klappt", freut sich Markus Stern, Stadtmarektingchef. So hat Direktor Hellwig vom Gymnasium eine Klasse geschickt, Familienreferentin Inge Schnabl vermittelte Diakourakis. Und Lehrerin und Schüler opfern ihre Freizeit.

Harrer sei beauftragt worden, weil er seine Heimatstadt in- und auswendig kenne und eine eigene Story entwickelte, so Stern. "Authentizität ist uns wichtig."

Sebastian Harrer und sein Team sind Profis. Der 32-jährige Harrer war Absolvent der Athanor Akademie für Darstellende Kunst in Burghausen für Theater und Film. Zusammen mit freiberuflichen Filmleuten dreht er Industrie- und Imagefilme, Kurz- und Spielfilme. Sein Auftrag: Waldkraiburg 15 Minuten in Szene setzen, damit sich die Stadt auf Messen besser präsentieren kann. Harrer wird verschiedene Spots dazu drehen, verschiedene Kapitel, also. Eines davon handelt von neuen Energien - der Geothermie. Das Ergebnis des Drehtages soll schon am kommenden Wochenende bei der Energiesparmesse im Haus der Kultur zu sehen sein.

"Jugendreise" ist das Thema des Spots, der im Bunkermuseum spielt. Realschülerinnen aus Erding, die im Haus Sudetenland übernachteten, agierten als Statisten.

Harrer hat auch schon daes Kapitel "Jugendreise" abgedreht. Erdinger Realschülerinnen, die im Haus Sudetenland auf ihrer Klassenfahrt übernachteten, agierten als Statisten im Bunkermuseum. Dietrich Maurer, Volontär im Stadtmuseum, übernahm die Führung. Der Mühldorfer Stadtarchivar Edwin Hamberger führte die Jugendlichen übers Gelände am Fliegerbunker. Das Kamerateam hatte Mühe, über die Betonbrocken und den Schutt zu klettern, um das Geschehen im Focus zu behalten. Harrer überlegt, noch animierte Weltkriegsflieger über die Köpfe der kleinen Besucher hinwegdüsen zu lassen. Der Spot soll im Februar zu sehen sein, um Schülergruppen auf Waldkraiburg aufmerksam machen.

Mit Kindern hat Harrer schon öfter zusammengearbeitet. Man müsse immer aufpassen, dass sie sich nicht langweilen, wenn es etwa Pausen durch technische Umbaumaßnahmen gibt. "Wenn man es sich mit ihnen verscherzt, machen sie zu und tun gar nichts mehr", weiß er aus Erfahrung.

Die Kinder haben keine Sprechrollen, die Handlung soll komplett über Bilder erzählt werden und mit Musik hinterlegt. "Der Imagefilm wird wachsen, so wie unsere Stadt gewachsen ist", sagt Stern, der sich auch Spots aus der Feier zur Stadterhebung im kommenden Jahr vorstellen kann. kla

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