Gemeinde setzt Signal für Familien

Obertaufkirchen(MA) - Die Neugestaltung des Vertrages zur Betriebsführung des Kindergartens St. Martin stellte in der jüngsten Sitzung des Obertaufkirchener Gemeinderats einen wichtigen Punkt dar.

Obertaufkirchen - Bürgermeister Franz Ehgartner ließ den Gemeinderäten bereits im Vorfeld der Sitzung ein Schreiben von Pfarrer Jozo Karlic zukommen, in dem er auf die stetig steigenden Kosten im Kindergarten hinweist. Karlic führte aus, dass eine kostendeckende Betriebsführung bei gleichzeitig sinkender Kinderzahl nicht mehr gewährleistet sei. Deshalb schlage Karlic vor, die Obergrenze des gemeindlichen Zuschussbetrages von derzeit 5113 Euro auf 10000 Euro zu erhöhen.

Vor diesem Hintergrund nahm Bürgermeister Ehgartner schriftlich Kontakt mit der Erzbischöflichen Finanzkammer auf. Er dränge auf eine Stellungnahme, wie eine Anhebung des gemeindlichen Defizitanteils bei gleichzeitig vorhandenen, zuletzt auch noch gestiegenen Rücklagen des Kindergartens gerechtfertigt werde. Ein Antwortschreiben lag dem Gremium jedoch noch nicht vor.

In der Diskussion, in der auch die derzeitige personelle Situation des Kindergartens angesprochen wurde, sprach sich der Gemeinderat einstimmig für eine entsprechende Anpassung des Vertrages zur Betriebsführung aus. Die Änderung soll ab 1. Januar 2012 in Kraft treten. Vorherige Defizite sollen nach Ansicht des Gremiums aus den gestiegenen kirchlichen Rücklagen finanziert werden.

Im Gremium bestand Einigkeit, dass die Anhebung des gemeindlichen Defizitanteils eine familienpolitische Entscheidung zu Gunsten der Kinder, aber auch ein Signal zugunsten der Beibehaltung maßvoller, bezahlbarer Kindergartenelternbeiträge sei.

Mühldorfer Anzeiger

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