Engagierte Fahrschule machte es möglich

Führerscheintrotz Handicap geschafft

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"Großartige Betreuung": Beate Thurow-Bröcker ist der Fahrschule dankbar, die ihrer behinderten Tochter den Weg zum Führerschein ebnete.

Waldkraiburg/Kraiburg - Führerschein - für die meisten ist das eine Selbstverständlichkeit. Die Fahrprüfung besteht man, wenn nicht beim ersten, dann beim zweiten Mal.

Für Beate Thurow-Bröcker aus Kraiburg ist die bestandene Führerscheinprüfung ihrer Tochter ein außerordentlich freudiges Ereignis. Die junge Frau hat ein Handicap. Sie hat kein Kurzzeitgedächtnis und kein Zahlenverständnis. Dass sie den Führerschein dennoch schaffte, verdanke sie neben ihrem Fleiß der hervorragenden Betreuung durch die Fahrschule, ist Thurow-Bröcker überzeugt. "Gemeinsam sind wir durch Höhen und Tiefen gegangen", sagt sie und spricht Peter Breintner, dem Inhaber der Waldkraiburger Fahrschule, seiner Frau Lisa und Fahrlehrer Helmut Wagner ihren großen Dank aus.

Dass ihre Tochter die schwere Hürde Theorie - trotz großer Prüfungsangst - bereits mit der ersten Prüfung nahm, das schreibt sie vor allem Lisa Breintner zu, die sich ihrer Tochter ganz besonders annahm, die "erklärte, anspornte und lobte, immer wieder geduldig, liebevoll fordernd und mit Humor". Viel Geduld brachte auch Fahrlehrer Helmut Wagner auf, der die Tochter ruhig und zuverlässig in 52 Fahrstunden zum Ziel führte. Nach 13 Monaten hatte ihre Tochter endlich den Führerschein in Händen und weinte vor Freude. Den Führerschein, der Voraussetzung ist, dass sie vom Arbeitgeber übernommen wird, dass "sich die Chancen auf ein normales Leben erhöhen".

"In der Theorie sei das schon ein harter Weg gewesen", sagt Peter Breintner, der die Betreuung ansonsten als "nicht so außergewöhnlich", sondern als etwas Selbstverständliches ansieht. "Wir sind Dienstleister."

Beate Thurow-Bröcker weiß die "Dienstleistung" zu schätzen. Im ersten Anlauf hatte sie schlechte Erfahrungen mit einer Fahrschule in der Region gemacht. Drei Jahre zog sich die Vorbereitung auf den Führerschein nach ihren Worten hin. Mehrere Theorieprüfungen gingen schief. 50 Fahrstunden mit immer wieder wechselnden Fahrlehrern und Ausgaben von rund 4500 Euro hatten zu keinem positiven Ergebnis geführt.

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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