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Riesiges Aufgebot an Einsatzkräften

Großeinsatz rund um Bad Endorf und Halfing: Polizei und Rettungskräfte vor Ort

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Franz Müller beschließt Ära bei Feuerwehr

OVB
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Feuerwehr-Vorstand Gerhard Kifinger (rechts) und Bürgermeister Siegfried Klika ernannten Franz Müller zum Ehrenkommandanten. Neuer Kommandant der Pürtner Wehr ist Franz Kifinger (Zweiter von links), sein Stellvertreter Michael Heindl (links).

Waldkraiburg-Pürten - 37 Jahre lang war Franz Müller Kommandant beziehungsweise Zweiter Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Pürten. Mit seinem Abschied geht eine Ära zu Ende.

Zu seinem Nachfolger wurde jetzt Franz Kifinger gewählt.

Zehn Jahre war Müller stellvertretender Kommandant gewesen, 27 Jahre Kommandant. Für sein Engagement wurde er von Vorstand Gerhard Kifinger zusammen mit Bürgermeister Siegfried Klika nun zum Ehrenkommandanten ernannt.

Feuerwehr war eine Herzensangelegenheit

Das Stadtoberhaupt erinnerte in einer Ansprache an die Verdienste Müllers, der so lange wie kein anderer das Sagen bei der Feuerwehr hatte. An Feuerwehrfesten, am Bau des neuen Feuerwehrhauses sowie der Beschaffung von Fahrzeugen war er maßgeblich beteiligt. "Mit viel Herzblut" habe er sich seit Jahrzehnten für die Pürtner Wehr eingesetzt, und zwar mit Nachdruck, wie Klika zu verstehen gab: "Er war auch manchmal ein harter Brocken."

Müller selbst blickte ebenso auf seine Dienstzeit zurück, dankte für die gute Zusammenarbeit und überreichte seiner Frau Anneliese einen Blumenstrauß. Blumen gab es ebenso von der Pürtner Wehr sowie einen Gutschein als Dank für seinen Einsatz. Urkunde und Geschenk übergab auch der Patenverein.

In der Jahreshauptversammlung, die erstmals in St. Erasmus im Gasthaus "Adria Grill" stattfand, wurde als neuer Kommandant Franz Kifinger einstimmig für sechs Jahre gewählt. Er war bereits seit 1999 Stellvertreter und von 1995 bis 2008 Jugendwart. Zum neuen Stellvertreter wurde Michael Heindl mit 17 Stimmen gewählt; Beate Linner als weitere Kandidatin erhielt 13 Stimmen.

Franz Müller zählte in seinem letzten Jahresbericht 37 aktive Mitglieder, davon sechs weibliche, auf. Weiter gehören sieben Jugendfeuerwehranwärter, 27 passive und 39 fördernde sowie zwei Ehrenmitglieder der Pürtner Wehr an.

Die 20 Einsätze im vergangenen Jahr teilen sich in drei Brandeinsätze sowie 14 technische Hilfeleistungen und drei Sicherheitswachen auf. Neben dem Brand beim "Weißen Hirsch" rückten die Feuerwehrleute unter anderem zu Personensuche und Tierbergungen aus und nahmen an verschiedenen Groß-, Funk- und anderen Übungen teil. Eine Leistungsprüfung wurde abgehalten, verschiedene Lehrgänge besucht.

Vorstand Gerhard Kifinger berichtete, dass beim Ortsturnier im Stockschießen der erste und beim Anfangsschießen der zweite Platz erzielt wurde. Weiter nahm der Verein an Veranstaltungen im Ort und in der Nachbarschaft teil.

Jugendwartin Beate Linner informierte über ihre Truppe von sieben Feuerwehranwärtern. 180 Stunden aktive Jugendarbeit wurden geleistet. Die Palette reichte von Übungen, Suchwanderungen über den Wissenstest bis hin zum Bezirkszeltlager.

Atemschutzwart Anton Schreiner berichtete für die 15 Geräteträger von Übungen und Einsätzen.

Kassier Edi Mitter stellte Ausgaben von 3308 Euro Einnahmen von 2536 Euro gegenüber.

Grußworte sprachen Landrat Georg Huber, Kreisbrandinspektor Franz Oberpaul, Kreisbrandmeister Anton Bruckeder und Kreisbrandrat Karl Neulinger, der Franz Müller das "Siegel der Kreisbrandinspektion" überreichte.

Mit einem Essen, das der scheidende Kommandant spendierte, ging die Versammlung zu Ende.

bac/Waldkraiburger Nachrichten