Ford Ka fährt nach Waldkraiburg

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Strahlende Gewinner des Ford Ka (von rechts): Alfred und Eleonora Neugebauer mit OVB-Redaktionsleiter Willi Börsch und Willi Bonke, Geschäftsführer von Auto Eder Kolbermoor.

Kolbermoor/Waldkraiburg (OVB) - Über manche Dinge muss man erst einmal eine Nacht schlafen - oder auch nicht. Alfred Neugebauer aus Waldkraiburg machte nach der frohen Botschaft jedenfalls kein Auge zu.

Der Rentner hat bei der OVB-Weihnachtsaktion "Leser helfen behinderten Menschen" das große Los gezogen und einen neuen Ford Ka gewonnen.

Zur Gewinnübergabe in Kolbermoor hatte der Waldkraiburger Ehefrau Eleonora mitgebracht. Sie war es auch, die Mitte Dezember 30 Euro für die Kinder im Franziskushaus in Au am Inn eingezahlt hatte. "Wir haben noch nie etwas gewonnen - und jetzt das", strahlte Eleonora Neugebauer beim Anblick des roten Ka.

Dabei hatte das Ehepaar beim Spenden gar nicht auf das Auto spekuliert. "Wir wollten nur helfen. Das Geld bleibt in der Region, es kommt direkt und zu hundert Prozent an - deshalb beteiligen wir uns schon seit zehn Jahren an der OVB-Weihnachtsaktion", sagt Neugebauer, früher bei Rodenstock in Ebersberg ein zuverlässiger Werkzeugbauer. Jetzt, im Ruhestand, sieht er als Mitarbeiter des Schließdienstes abends im Berufsförderungszentrum Peters nach dem Rechten. Auch seine Ehefrau - über 30 Jahre im Sekretariat der Franz-Liszt-Hauptschule tätig - kennt man in Waldkraiburg gut.

OVB-Redaktionsleiter Willi Börsch bedankte sich bei seinen OVB-Lesern für ihre "überwältigende Hilfsbereitschaft" und wünschte den Gewinnern "allzeit gute Fahrt". Sein Dank galt auch Willi Bonke, Geschäftsführer von Auto Eder Kolbermoor. Das Autohaus stellte bereits zum elften Mal in Folge ein Auto zur Verfügung, um die OVB-Weihnachtsaktion zu unterstützen. Der Ford Ka, der unter allen Spendern verlost wurde, die bis 31. Dezember zehn Euro oder mehr eingezahlt hatten, habe einen großen Teil zum Rekordergebnis von über 600 000 Euro beigetragen, so Börsch.

Die Übergabe des roten Flitzers setzt das letzte Ausrufezeichen hinter den großartigen Kraftakt, den die Leserinnen und Leser unserer Zeitung seit Mitte November vollbracht haben. Über 607 000 Euro - so viel wie nie zuvor in der 20-jährigen Geschichte derb OVB-Aktionen - haben sie gespendet: rund 280 500 Euro für das Franziskushaus Au am Inn und 326 500 Euro für die Stiftung Attl. Mit diesem Beitrag stellen wir die Berichterstattung über die OVB-Aktion ein. In der heutigen Ausgabe findet sich auch die letzte Liste mit den Namen der Spender (siehe nächste Seite)

Und was wird aus dem Gewinn? "Wir haben drei Enkelkinder", sagt Alfred Neugebauer. Eines davon, die 17-jährige Julia, macht gerade den Führerschein. Sie würde sich riesig über das Auto freuen. Aber nun hat sich ihre Oma bei der Übergabe auf Anhieb in den flotten Flitzer "verschaut", würde ihn gern selbst fahren - und muss noch eine Nacht drüber schlafen...

ls/Oberbayerisches Volksblatt

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