Festivalpreis für Harrers „Cinderella“

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Dauergast auf Kurzfilm-Festivals: Sebastian Harrer. Der Waldkraiburger Filmemacher bekam in Metz den „Prix Géné- ration Petits Claps“ für die in seiner Heimatstadt gedrehte Satire „Cinderella 3.0“.

Metz - Der Waldkraiburger Sebastian Harrer, hat für den in seiner Heimatstadt gedrehten Kurzfilm „Cinderella 3.0“ den „Prix Génération“ eingeheimst.

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„Wenig Text, viel Schweinkram und derber Humor – da läuft der Film auf den internationalen Festivals gut“, freut sich Filmemacher Sebastian Harrer. Für den in seiner Heimatstadt gedrehten Kurzfilm „Cinderella 3.0“ hat der Waldkraiburger in Metz beim Kurzfilmfestival „Les Petits Claps“ den „Prix Génération“ eingeheimst. Die „echte Waldkraiburger Produktion“ kommt in der bunten Welt der Kurzfilmfestivals international gut an. Gedreht wurde am Haus der Kultur und im Bistro Cult. Dort trifft ein Verlierertyp auf die sehr attraktive Cinderella. Über einen USB-Stick verschafft er sich die Identität eines Cyber-Charakters, verwandelt sich und wird zum Supertyp. Sie schleppt ihn ab, bei den Bettszenen setzt die Kameraführung auf Komik. Bis er ein Signal bekommt, dass sein Cyber-Charakter bald zusammenbricht.

Das Spiel um Schein und Sein zeigt überspitzt, wie viel in der virtuellen Welt gelogen wird und wie weit die Identifikation mit dem Alter Ego geht. Denn auch Cinderella ist in Wirklichkeit jemand anderes: ein bärtiger Kerl. Das Dialogbuch der Satire „Cinderella 3.0“ ist gerade mal vier Zeilen lang. Mehr Text braucht das nicht jugendfreie moderne Märchen nicht. Zu sehen war der Kurzfilm auf Festivals rund um den Globus: von Südafrika über Kolumbien, Kalifornien bis Kanada und etwa Österreich. Vom 20. bis 25. März läuft er beim Landshuter Filmfest – das einzige Filmfest in der Nähe. „Angustia“ – ein weiterer Kurzfilm des Regisseurs – ist ab heute bis zum 19. Februar bei der achten „Berlin Directors Lounge“ zu sehen. Hier hat sich Harrer vom Film Noir inspirieren lassen. Der Festival- Erfolg der etwa zwanzigminütigen düsteren Geschichte begann 2010 bei den „Shocking Shorts“ in München. Seither wurde „Angustia“ bei Veranstaltungen in Nairobi, Frankreich, Brasilien, USA und in Deutschland gelobt. Auch auf Tele 5 flimmerte die beklemmende Paranoia der Hitchcock-Stilmittel Harrers über den Bildschirm.

Andrea Klemm/Waldkraiburger Nachrichten

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