Disziplin heißt das Zauberwort

Waldkraiburg - Seit 45 Jahren gibt Feli Haag Ballettunterricht. Ans Aufhören denkt die 72-Jährige, die selbst mit zwölf Jahren mit dem Tanzen begonnen hat aber noch lange nicht.

"Ich habe erst mit zwölf Jahren mit dem Ballett angefangen, weil mein Vater dagegen war", berichtet Ballett-Meisterin Feli Haag. Nachdem sie vor vielen Jahren ihre Ballettprüfung am Konservatorium in München bestanden hatte, war die Waldkraiburgerin Tänzerin mit Leib und Seele und tanzte sogar an der Volksoper in Wien. "Zum Unterrichten bin ich dann durch Zufall gekommen", berichtet die 72-Jährige. Ihre erste Ballettschule gründete Feli Haag in Dorfen. "Unsere erste Aufführung war `Die Puppenfee´. Das haben wir dann auch in Waldkraiburg aufgeführt." Am 5. März 1965 gingen dann für Feli Haag die Ballettkurse an der VHS in Waldkraiburg los. Daran erinnert sie sich noch genau.

In der Zwischenzeit hat die 72-Jährige auch an der VHS in Erding, Töging, Burghausen und Mühldorf unterrichtet. "Jetzt bin ich noch in Erding, Mühldorf und Waldkraiburg." Am 6. März führen ihre Schüler gemeinsam "Aschenputtel" im Waldkraiburger Haus der Kultur auf. "Die Vorbereitungen sind sehr anstrengend", sagt Haag, die alles selbst organisiert und finanziert.

Ballett zählt nicht zu den leichtesten Sportarten. Laut der Waldkraiburgerin muss man vor allem als Berufstänzer gewisse Fähigkeiten mitbringen. "Man braucht neben Talent und Fleiß und natürlich den körperlichen Voraussetzungen vor allem Disziplin. Das ist auch das, was mich aufrecht erhält." Ans Aufhören denkt die 72-Jährige vielleicht gerade deshalb noch lange nicht. "Ich habe immer noch Spaß daran und solange es meine Gesundheit zulässt, möchte ich es machen." 45 Jahre lang hat ihre Gesundheit bis auf einen dreiwöchigen Krankenhausaufenthalt im Oktober 2009 mitgespielt. "In all der Zeit war ich keinen einzigen Tag lang krank", berichtet Feli Haag stolz.

Lesen Sie ein ausführliches Portrait über Feli Haag in den Waldkraiburger Nachrichten.

Anette Mrugala

Rubriklistenbild: © Anette Mrugala

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