Fast-Food mit "Coco & Cora"

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Erstaunte Blicke ernteten Wera und Tom Karl, die kürzlich bei Mc Donald"s mit den Söhnen Nils und Luca und ihren Gelbbrustaras im Biergarten speisten.

Waldkraiburg/Jettenbach - Die zwei gehören für die Familie Karl aus Jettenbach einfach zur Familie: Coco und Cora. Die anhänglichen Gelbbrustaras gehen sogar mit zu Mc Donald"s. Im Auto haben sie eine eigene Sitzstange, so dass sie immer und überall dabei sein können.

Ungläubige Blicke von Bürgern am Mc Donald"s Parkplatz. Zwei große Papageien sitzen in einem Geländewagen und schauen aufgeweckt und neugierig aus dem Fenster. Die Blicke werden noch erstaunter, als Tom Karl aus Jettenbach zum Wagen kommt, die beiden prächtigen Gelbbrustaras auf seinen Unterarm lädt und mit ihnen auf die eingezäunte Terasse neben dem Mc Drive geht.

Gestatten: Coco und Cora. Die Gelbbrustaras sind anhänglich und wollen überall dabei sein.

Dort setzt er sich zu seiner Familie und isst ein paar Pommes Frites. Die Aras sitzen auf der Stuhllehne und schauen zu. Ein ungewöhnlicher Anblick, doch nichts Besonderes für diese Familie. "Coco und Cora sind so anhänglich wie Hunde und wollen überall dabei sein", sagt der Familienvater.

Im geräumigen Geländewagen haben sie hinter dem Rücksitz eine eigene Stange. Wenn die Karls zum Einkaufen fahren, sind die Vögel dabei, wenn sie in den Biergarten gehen, auch.

Negative Reaktionen bekamen die Tierfreunde bisher noch nicht. "Wenn ein Wirt das nicht will, respektieren wird das natürlich", sagt Wera Karl. Aber meistens staunen die Leute nur über das Ungewöhnliche, so die 28-Jährige. Mit einem Hund rechnet jeder, aber mit zwei großen Papageien?

Angst, dass die schönen Tiere davonfliegen, hat Tom Karl nicht. "Coras Flügel sind gestutzt und er ist zu faul zum Fliegen", sagt er und deutet auf Coco, der zuhört, als würde er jedes Wort verstehen. Das gefiederte Liebespaar trägt die tollsten Blauschattierungen von azur- über türkis- bis royalblau mit sich herum. Bauch und Brust sind gelb, daher ihr Name. Das weiße Gesichtsfeld wird rot, wenn sie sich freuen oder ärgern.

Grund, sich zu ärgern, haben Coco und Cora nicht, sie haben bei den Karls ihre Freiheiten, müssen auch zuhause nicht in einen Käfig. Coco ging es nicht immer so gut, er hat ein Auge verloren. Was da mit ihm geschehen ist, wissen die Jettenbacher, die ihn aufgenommen haben, nicht. Damit er nicht allein ist, kaufte man ihm seine Freundin dazu.

"Eigentlich soll man sie in Schwärmen halten", erklärt der gelernte Veranstaltungstechniker. Aber dazu fehlen die Möglichkeiten. So gehört einfach die Familie zu ihrem Schwarm und wohl auch die vielen anderen Tiere, die bei den Karls leben. 47 Tiere, vom Fisch bis zum Pferd, tummeln sich am und im Haus.

"Wir nehmen zum Beispiel Tiere auf, die geschlachtet werden sollen, sind sozusagen ein privater Gnadenhof. Das Veterinäramt hat schon angefragt, ob wir noch Platz haben, aber wird sind voll ausgelastet", so der 40-jährige Tierfreund.

kla/Mühldorfer Anzeiger

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