Viel Lob für engagierte Museumsmacher

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Progoder Karl Lehmann, der durch das Programm der Eröffnungsfeier führte, rückte mit einer Feuerwehrblaskapelle aus Kraiburg an.

Waldkraiburg - "Viele Menschen, in deren Adern auch Feuerwehrblut fließt, werden von diesem Museum begeistert sein", sagt Staatsminister Marcel Huber.

"Viele Menschen, in deren Adern auch Feuerwehrblut fließt, werden von diesem Museum begeistert sein", sagt Staatsminister Marcel Huber, der selbst seit 1973 aktiv bei der Feuerwehr ist und 15 Jahre lang in Ampfing Kommandant war. Er, so Huber, sei "stolz auf ein solches Museum im Landkreis". Bei der Eröffnung berichtete er über seine Kontakte zu einem New Yorker Feuerwehroffizier. Dieser habe in Aussicht gestellt, für eine amerikanische Abteilung auch ein Stück der Trümmer von den Twin Towers nach dem Anschlag im September 2001 zur Verfügung zu stellen.

Ähnlich wie Huber, der schon bei einer ersten Führung noch im Provisorium "hin und weg" war, ging es dem Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer. Er habe zwar von ersten Gesprächen mit Stanko, Habenicht und Co. den Eindruck mitgenommen, "ein bisserl Spinner sind sie schon. Aber ich habe mich von dem Idealismus infizieren lassen", so Mayer. Er brachte den Förderverein auf den Standort Waldkraiburg, als ein erster Versuch, das Museum in Garching aufzubauen, gescheitert war. Zwar gibt es 25 Feuerwehrmuseen in Deutschland. Das Museum in Waldkraiburg sei aber einzigartig, aufgrund der großen Zahl an Exponaten und wegen der günstigen Lage in der Nähe von Urlaubsgebieten. Zum anderen, das freut den Bundesvorsitzenden des Fördervereins des Technischen Hilfswerks besonders, weil es in einer weiteren Ausbaustufe auch dem THW so wie anderen Hilfsorganisationen, dem BRK, den Johannitern, die Möglichkeit bietet, sich zu präsentieren.

Auf eine Fläche von 7200 Quadratmeter soll das Museum noch wachsen, sobald der benachbarte ehemalige Discount-Markt einbezogen wird. Auch eine Gastronomie mit Biergarten und eine kleine Florianskapelle gehören zum Gesamtkonzept.

Seine Anerkennung für das große Engagement sprach Landrat Georg Huber aus, der sich über ein "weit über Waldkraiburg hinaus strahlendes Museum" freute. Er sieht in dem Museum die Chance, junge Leute für die Feuerwehr und andere Hilfsorganisationen zu aktivieren.

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Huber sagte Unterstützung bei der Suche nach Sponsoren zu. Weitere Hilfe und Unterstützung der Stadt beim Ausbau des Museums versprach auch Bürgermeister Siegfried Klika. Die Stadt Waldkraiburg werde ein "guter Partner des Projekts bleiben". Der Verein und seine Aktiven hätten sehr viel Überzeugungsarbeit leisten müssen, viel Geld und Arbeit investiert, so Klika. "Harald Stanko und die Seinen haben ins Schwarze getroffen."

Stanko gab das Lob zurück. Der Verein habe bei der Stadt und im ganzen Waldkraiburger Umfeld enorme Unterstützung erfahren. Die Stadt leistete eine finanzielle Starthilfe, einen Mietkostenzuschuss in Höhe von monatlich 1500 Euro für einen Zeitraum von zwei Jahren. Ansonsten sind laut Stanko keine öffentlichen Mittel geflossen.

Am Ende der Eröffnungsfeier durch die Progoder Karl Lehmann führte, stellten Pfarrer Martin Garmaier, der in Feuerwehruniform erschienen war, und sein evangelischer Kollege Christian Peiser das Museum und alle Menschen, die darin arbeiten und es besuchen sowie die Aktiven der Hilfsorganisationen unter Gottes Segen. Die Ausstellungsstücke stehen nicht nur für Technik, sie erzählen auch Geschichten von Einsätzen für Menschen in Not, deren Ängste und Hoffnungen, so Garmaier. "Wo Menschen im Einsatz sind, um anderen zu helfen, da vertrauen wir auch, dass Gott uns nahe ist."

hg/Waldkraiburger Nachrichten

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