Planung für Eisstock-WM laufen schon auf Hochtouren

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Bei ihnen laufen in Sachen Organsiation die Fäden zusammen: Ulli Maier (vorne) und Franz Belkot

Waldkraiburg - Ulli Maier und Franz Belkot denken auch im Juni an Wintersport. Sie planen die Eisstock-Weltmeisterschaft 2012 in Waldkraiburg.

"Wir sind im Plan", sagen Ulli Maier und Franz Belkot, die dem Organisationskomitee für die Weltmeisterschaften im Ziel-, Weit- und Mannschaftsschießen vorstehen. Seit vor gut einem Jahr die nächsten Titelkämpfe Anfang März 2012 nach Waldkraiburg vergeben wurden, laufen die Vorbereitungen im Eissportkreis 205 Mühldorf auf vollen Touren. Der Kreis richtet - jedenfalls für Eisstock-Dimensionen - ein Mega-Turnier für den Weltverband aus. Denn erstmals geht der WM der Damen und Herren die Junioren-WM und die Jugend-Europameisterschaft unmittelbar voraus.

Eisstock-WM mit 500 Sportlern und weit über 10000 Besuchern

Mit rund 500 Sportlerinnen und Sportlern aus über 25 Nationen rechnen die Verantwortlichen und mit weit über 10.000 Besuchern bei den Wettkämpfen und dem Rahmenprogramm mit Konzerten, Heimat- und Galaabend oder Discoparty. Diese Zahlen hält Maier für durchaus realistisch. Waldkraiburg liege sehr günstig in der Mitte zwischen mehreren Eisstockhochburgen, Niederbayern und dem Bayerischen Wald sowie Tirol. Und schließlich zähle auch der heimische Eisstock-Bezirk zu den Hochburgen dieser Sportart.

Das Organisationskomitee habe seine Hausaufgaben gemacht. Schon im Januar wurde ein Logo präsentiert. Eine Homepage (www.eisstock-wm.com) ist erstellt, ebenso die Kalkulation für die Großveranstaltung. Von einem Gesamtbudget von 200.000 Euro gehen die Veranstalter aus. Das wollen sie soweit möglich über Sponsoring und Eintrittskarten abdecken.

Allein kann das Risiko der Eissportkreis nicht tragen. Er hat die Stadt und die Stadtwerke im Rücken, die bereits Bürgschaften übernommen haben. Mit bis zu 50000 Euro sichert die Stadt die Anmietung einer Anlage für das Weitschießen ab (wir berichteten). Mit Sportreferent Dietmar Heller und Stadtrat Rainer Zwislsperger begleiten auch zwei Vertreter der Stadt die Arbeit des OK.

Die 120 Meter lange Bahn soll vor der Tribüne im Jahnstadion errichtet, mit einem Zelt überdacht und die Wettbewerbe damit wetterunabhängig werden. Der Vertrag mit der Verleihfirma steht vor dem Abschluss.

Ebenfalls mit bis zu 50.000 Euro bürgt laut Maier die Stadtwerke GmbH und minimiert damit das Risiko etwa im Hinblick auf den Stromverbrauch für die Eisbahn im Freien, der bei hohen Frühlingstemperaturen entsprechend groß wäre. Und der WM-Ausrichter baut darauf, dass auch der Bund eine Ausfallbürgschaft in Höhe von 50.000 Euro übernimmt.

Nicht zuletzt setzen Maier und Belkot auf den ehrenamtlichen Einsatz ihrer Mitglieder. Rund tausend in 34 Vereinen sind im Eissportkreis Mühldorf aktiv. Ein Großteil von ihnen wird bei der Weltmeisterschaft mithelfen, und zwar nur gegen Aufwandsentschädigungen, Verpflegungsgelder oder Fahrtkosten, wie Belkot betont. Bei der deutschen Meisterschaft vor zwei Jahren habe sich gezeigt: Auf die Mitglieder ist Verlass. "Die ziehen voll mit. Und eine WM - das ist natürlich für jeden ein einmaliges Erlebnis", so Maier.

Vom 29. Februar bis 10. März 2012 steht das ganze Sportzentrum um Eissporthalle und Jahnstadion im Zeichen der Eisstockschützen. Maier: "Zu dieser Zeit kann dort keine andere Veranstaltung stattfinden."

Schon jetzt erweise sich die Weltmeisterschaft in mehrfacher Hinsicht als "Zugpferd", freuen sich die beiden Cheforganisatoren. Die Vergabe der WM habe dazu geführt, dass das Stadion besser vermarktet werden kann. Allein in der nächsten Saison seien fünf hochkarätige Meisterschaften im Waldkraiburger Eisstadion, unter anderem Bundesliga-Wettkämpfe und die bayerische Meisterschaft im Zielschießen für U14 bis U23. 2009/2010 sei das Eisstadion "praktisch komplett ausgebucht". Maier: "Das ist toll für unseren Sport. Das ist gut für die Stadt und für die Stadtwerke." Für den im Landkreis ohnehin populären Eisstocksport, der bei Jugendmeisterschaften mit die meisten Starter aufbieten kann, versprechen sie sich einen weiteren Schub.

Festwirt und Werbepartner gesucht

Für die Gespräche mit Sponsoren kann dieser Effekt nur positiv sein. Im Moment ist das OK dabei, eine Werbepreisliste zu erstellen. Und in näherer Zukunft muss auch über einen Festwirt für das 2000-Mann-Zelt auf dem Sportgelände und eine Brauerei als Partner entschieden werden. hg

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