DLRG-Übung auf dem Inn

Erschwerte Bedingungen: Gerade dann heißt es „Üben“ für die Strömungsretter

Die DLRG-Strömungsretter sind auf dem Inn unterwegs und üben mit dem Raft einen Sondereinsatz.
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Mit dem Raft, einem speziellen Wildwasser-Schlauchboot, sind die DLRG-Strömungsretter im Einsatz unterwegs.

Jettenbach/ Mühldorf - Nach dem Hochwasser: DLRG Strömungsretter üben am Inn. Wenn das gewöhnliche Motorrettungsboot witterungsbedingt nicht mehr zur Einsatzstelle vordringen kann, ist das Raft das Mittel der Wahl der DLRG-Kräfte. Der Einsatz will geübt sein.

Die Meldung im Wortlaut


„Bei jedem Hochwasser verändert der Inn sein Gesicht“, so Mathias Dorn, Referent Strömungsrettung bei der DLRG. „Ufer, Flussbett, Sandbänke, Bäume, Kehrwasser – all das ändert sich mit hohen Pegelständen, wie es Anfang August der Fall war.“ – Grund genug, für die DLRG-Einsatzkräfte am vergangenen Wochenende eine Übung zu veranstalten und den Inn zwischen Jettenbach und Mühldorf zu erkunden.

Ausgestattet mit einem Raft und professioneller Schutz- und Sicherheitsausrüstung wurde auch ein Teil der Strecke bei Dunkelheit zurückgelegt. Rund um die Uhr ist die DLRG Wasserrettung über die Notrufnummer 112 alarmierbar – da müssen auch bei nächtlichen Einsätzen alle Handgriffe sitzen. „Je nach Wasserstand ist der Inn nicht immer und überall mit Motorrettungsbooten befahrbar – da ist das Raft, ein Schlauchboot für Wildwasser, besetzt mit professionellen Rettern, das Mittel der Wahl“, so Alexander Fendt, Technischer Leiter Einsatz der DLRG im Landkreis Mühldorf.


Strömungsretter in der DLRG sind speziell weitergebildete Wasserretter, die in und an schnell fließenden Gewässern arbeiten. Sie sind auch im Katastrophenschutz integriert. Da sich Strömungsretter je nach Situation auch an steilen Abhängen und Schluchten fortbewegen müssen, üben diese regelmäßig das Abseilen an Brücken und steilen Abhängen oder das Raften bei Tag und Nacht.

Angelehnt an den amerikanischen Swiftwater Rescue Technician (SRT) hat die DLRG in Deutschland vor vielen Jahren ein Konzept entwickelt, um die ehrenamtlichen Fachkräfte noch besser in diesem Bereich zu schulen. Der DLRG-Strömungsretter ist ein auf stark strömende Gewässer, Wildwasser und Hochwasser spezialisierter Wasserretter. Er wird grundsätzlich im Team eingesetzt und ist durch eine spezielle Schutzausrüstung vor den besonderen Gefahren in Flüssen und Hochwassergebieten geschützt.

In der Ausbildung zum Strömungsretter ist einerseits der Umgang mit technischen Hilfsmitteln beinhaltet, andererseits aber das körperliche Leistungsvermögen des Rettungsschwimmers stärker als in anderen Ausbildungen in den Vordergrund stellt. Die Verantwortung eines Strömungsretters sich selbst, seinen Kameraden und den zu rettenden Personen gegenüber macht ein dauerhaftes und konsequentes Training. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der DLRG freuen sich immer über neue Mitglieder, jeder kann sich zum DLRG Strömungsretter ausbilden lassen. Weitere Infos und Kontaktmöglichkeiten finden Interessierte im Internet auf https://muehldorf.dlrg.de

Pressemitteilung der DLRG Kreisverband Mühldorf a. Inn e.V., von Alexander Fendt

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