Wettbewerb: Buchstabierend nach New York

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Mit einem guten Sprachgefühl haben Julia Fritsch (2. von rechts) und Franz Hutterer (rechts) vom Waldkraiburger Gymnasium beim Buchstabierwettbewerb abgeräumt.

München/Waldkraiburg - Mit einem fehlerfreien "v-e-h-e-m-e-n-t" qualifizierte sich Julia Fritsch vom Gymnasium Waldkraiburg fürs große Finale des "Global SpellEvent" in New York.

Sie vertritt Deutschland beim internationalen Buchstabierwettbewerb im August 2011, an dem Schüler aus fünfzehn Ländern teilnehmen. Zu der spannenden Ausscheidung am vergangenen Samstag im Münchner Amerika Haus luden Franklin, der Spezialist für mobile Sprachcomputer, und die globale Vereinigung der professionellen Englischlehrer ein.

Im diesjährigen Wettbewerb zeigten 50 Gymnasiasten aus Waldkraiburg, München, Altötting, Burghausen, Erding, Germering, Neubiberg, Regensburg, Straubing und Traunstein, dass spielerische "Sprachen-Olympiaden" Motivation und Spaß am Englisch lernen fördern. Zu den teilnehmenden Schulen zählte bereits zum zweiten Mal das Gymnasium Waldkraiburg.

Einige der angehenden Abiturienten waren schon 2010 dabei und konnten ihre Ergebnisse im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern: Neben Julia Fritsch (1. Platz, Vorjahr 14.) belegten ihre Mitschüler Franz Hutterer (3. Platz, Vorjahr 15.), Tobias Fußeder (6. Platz, Vorjahr 27.) und Johanna Viellehner (10. Platz) beim Wettbewerb der besten Englisch-Buchstabierer Top-Ten-Plätze.

Für das tolle Abschneiden sorgten nicht nur die gewonnenen Erfahrungen aus dem Vorjahr, sondern auch der Wahlkurs, den Studienrätin Susanne Windstoßer einmal wöchentlich zur Vorbereitung anbot. Schon im Training zeigte die 14-jährige Julia Fritsch sehr gute Leistungen: "Ich habe mir sehr gewünscht zu siegen, hätte aber nie gedacht, dass ich es tatsächlich schaffe!"

Die Siegerin wurde in mehreren Ausscheidungsrunden ermittelt. Dabei erfolgte die Wortvorgabe in Englisch von einem sogenannten 'Pronouncer'. Die Schüler konnten sich als kleine Hilfestellung ein Kontextbeispiel oder eine Definition geben lassen, sprachen das Wort nach und buchstabierten anschließend dessen Schreibweise. Das wurde von erfahrenen Englischlehrern beurteilt und bewertet. Mit jedem Schritt wurden die vorgegebenen Wörter komplexer und schwieriger. Gute Rechtschreibkenntnisse zeigten dabei vielfach nur, wer nicht Vokabeln strikt auswendig lernt, sondern im Englischunterricht Sprachverständnis und -gefühl erwirbt.

Auf die glückliche Siegerin Julia Fritsch wartet nun das große Finale des "Global SpellEvent": "Da ich noch nie im englischsprachigen Ausland war, freue ich mich total auf die Reise nach New York!".

Dort trifft sie auf die Finalisten der übrigen Teilnehmerländer (Argentinien, Brasilien, Chile, China, Frankreich, Italien, Mexiko, Russland, Senegal, Spanien, Südkorea, Tschechien, Türkei und Vereinigte Arabische Emirate), die in diesen Tagen ebenfalls über nationale Vorausscheidungen ermittelt werden. Franklin übernimmt für alle "Buchstabier-Meister" die Reisekosten und hält für den Sieger einen 10.000-Dollar-Scheck für ein Stipendium bereit.

"Auch die Schüler, die es nicht bis nach New York geschafft haben, haben auf jeden Fall mehrfach gewonnen - nicht nur an Sprachkompetenz, sondern auch an Erfahrungen im Umgang mit Wettbewerbssituationen, die Konzentration und Nervenstärke erfordern", ist sich Dr. Helmut Hill, Vorstandsmitglied des Gesamtverbands Moderne Fremdsprachen im Landesverband Bayern und Koordinator des hiesigen Buchstabierwettkampfes, sicher.

re/Mühldorfer Anzeiger

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