Breitband zum Wohl der Bürger dauert

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Taufkirchen - Auch bei der letzten Gemeinderatssitzung stand wieder die Breitbandversorgung auf der Tagesordnung. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

Bürgermeister Jakob Bichlmaier konnte dazu die Herren Karl Manstorfer und Andreas Meder von der IK-T (Innovative Kommunikations-Technologie) begrüßen, die die Planungsergebnisse der Landkreisstudie vorstellten. Anhand von Bildern wurde die Ist-Situation geschildert und auf die Hauptverteiler in Kraiburg, Oberneukirchen und Tacherting hingewiesen. Die einfachste Lösung wäre eine Aufrüstung dieser Hauptverteiler. Damit könnte die Verfügbarkeit des DSL im ganzen Gemeindegebiet erreicht werden.

Der Gemeinderat war hier der Meinung, dass die Leistungsfähigkeit dieser Lösung in wenigen Jahren überholt sein wird. Die beiden Herren sprachen besonders ausführlich über die Lösung mit einem Glasfaserkabel, dieses Konzept würde sehr weit in die Zukunft reichen. Natürlich sei dies aber auch eine Kostenfrage. Den Berechnungen zufolge beliefen sich die Kosten für eine Glasfasertrasse von Kraiburg bis nach Weiß auf rund 300000 Euro.

Glasfaserleitung in die Wasserleitungen

Dazu müssten die bestehenden Kabelverzweiger ausgebaut werden, Kosten pro Stück 20 000 Euro, drei Verzweiger sind im Bereich Taufkirchen vorhanden. Viele Fragen wurden diesbezüglich gestellt und sie brachten eine andere Variante ins Spiel. Es gäbe die Möglichkeit, so Manstorfer, eine spezielle Glasfaserleitung in die bestehende Wasserleitung nach Oberneukirchen zu verlegen.

Eine eminent günstigere Lösung, da im Bereich Oberneukirchen-Taufkirchen keine Erdarbeiten durchgeführt werden müssten, die rund 80 Prozent der Gesamtkosten betragen. Eine gute Alternative zu Lösung eins wäre der Richtfunk von Oberneukirchen aus mit Anbindung Taufkirchen und weiter nach Weiß.

Diese Möglichkeit sei sehr leistungsfähig und wesentlich günstiger. Bedenken gab es dabei von Seiten des Gemeinderates, da bei dieser Variante wieder Strahlen in die Umwelt gesandt werden.

Strahlen in die Umwelt

Natürlich, so Bichlmaier, stehe jetzt die Frage offen, ob man den Bürgern das schnelle Internet bieten wolle. Wenn ja, müssen nach Zustimmung des Gemeinderates alle Möglichkeiten durchgesprochen werden. Dabei sei zu bedenken, dass es jetzt Zuschüsse gibt.

"Die Gemeinde muss auf den Zug aufspringen wenn sich die Gelegenheit bietet" so Bichlmaier. Auf die Frage von Gemeinderat Alfons Mittermaier, wie lange eine Verwirklichung ab der Zustimmung der Gemeinde denn dauern würde, sprach Mansdorfer von rund anderthalb Jahren.

Die Gemeinde werde bemüht sein, schnell eine Lösung zu finden, um den Bürgern unnötige Kosten bei der Arbeit mit dem Internet zu ersparen.

fim/Mühldorfer Anzeiger

Rubriklistenbild: © dpa

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