Sensationeller Sieg bei "Mia san Mia"

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Mit Blechn Krempl erfolgreich im Fernsehen: (von links) Erik Pilgermayer, Matthias Bruckeder, Bernhard Fischer, Zeno Bratzdrum, Matthias Hoffmann, Sebastian Kölbl und Schlagzeuger Adrian Gruber.

Kraiburg/Aschau  - "Die Spannung und Anspannung war schon riesig", so die jungen Musiker von "Blech'n Krempl", die den Tagessieg bei der ersten Folge von "Mia san mia" abräumen konnten.

Entsprechend groß war die Überraschung und Freude über den gelungenen Auftritt. Die neuen Fernsehstars, als die sie sich allerdings überhaupt nicht fühlen, kommen aus Kraiburg und Aschau und haben bei den örtlichen Blaskapellen ihre Musikerausbildung erhalten, ehe sie sich im Januar zu "Blech'n Krempl" zusammengefunden haben. Auch wenn sie mit ihrer Gruppe inzwischen viel zu spielen haben, ist trotzdem für alle klar: "Wir bleiben selbstverständlich bei unseren heimischen Blaskapellen."

Aus Aschau kommen Erik Pilgermayer, 20 Jahre alt, er spielt das Tenorhorn und ist wie Matthias Hoffmann, 16, Trompete und Gesang, Auszubildender als Instrumentenbauer. Sebastian Kölbl, 16, Trompete, ist Gymnasiast und Matthias Bruckeder, 18, Tuba, in Ausbildung zum Elektroniker. Aus Kraiburg kommen Zeno Bratzdrum, 16, Posaune, Auszubildender als Instrumentenbauer, Bernhard Fischer, 22, Baritonhorn und Gesang und Instrumentenbauer sowie Adrian Gruber, 22, Schlagzeug und Gesang und Schüler an der Berufsfachschule für Musik.

Ihm wird wohl die "Auszeichnung" als "Schlagzeug-Buddha" bleiben, die Kabarettist Hannes Ringelstetter von der Jury nach dem Auftritt ausgesprochen hat.

Der Abend im Studio des Bayerischen Fernsehens wird für alle unvergessen bleiben. "Die Nervosität war schon verdammt groß", gibt Matthias Bruckeder zu, "wir wussten ja nicht, ob das Publikum unsere Art Musik überhaupt hören will." Adrian Gruber ergänzt: "Wir haben uns nix erwartet, wir waren einfach stolz, dabei zu sein."

"Besonders heftig" war es für Sebastian Kölbl und Matthias Hoffmann, die von Moderatorin Nina Eichinger stellvertretend für die Gruppe der Jury vorgestellt wurden, "denn wir wussten ihre Fragen nicht und hatten keine Vorstellung, was wir erzählen sollten."

Begeistert waren die Musiker von Moderatorin Nina Eichinger, die in München ein echter Promi ist. "Die ist noch charmanter und sympathischer, als sie im Fernsehen rüberkommt", schwärmt Matthias Hoffmann. Für Sebastian Kölbl trat sie "unglaublich locker und aufgeschlossen auf" und war auch nach der Sendung "sehr natürlich".

Erik Pilgermayer ist wie die anderen auch "stolz auf ein Autogramm von ihr, das nun die Latz-Innenseite meiner Lederhose ziert." Adrian Gruber ergänzt schließlich: "Ich glaube zwar, dass sie von echter Volksmusik nicht viel versteht, aber ihr hat einfach gefallen, was wir gemacht haben, und das hat sie uns spüren lassen."

Diese Natürlichkeit und Lockerheit gelte allerdings auch für die Jury-Mitglieder, nämlich die Komikerin Veronika von Quast, Musiker Hans-Jürgen Buchner von Haindling und Kabarettist Hannes Ringelstetter, "die waren für jeden Spaß zu haben."

Nach dem siegreichen Auftritt gab es "keine große Sause. Wir sind halt noch ein bisschen mit allen Beteiligten zusammengesessen, schließlich mussten wir noch heimfahren", erzählt Matthias Bruckeder. "Und auf der Heimfahrt war es ziemlich still im Auto", gibt Matthias Hoffmann zu, "wir konnten noch gar nicht realisieren, das wir gewonnen haben."

Als Grund für ihren Erfolg sehen sie neben dem musikalischen Können vor allem, "dass sich jeder von uns mit dieser Musik identifiziert. Da steckt ganz viel Leidenschaft drin", wie es Matthias Hoffmann ausdrückt. Über die Folgen des Fernsehauftrittes wollen sich die Musiker noch gar keinen Kopf machen.

So sagt Adrian Gruber: "Wir haben dieses erste Jahr schon so viel Erfolg gehabt, das war so nicht planbar." Ebenso ist ihm bewusst, "dass wir uns musikalisch noch weiterentwickeln müssen, sonst sind wir ganz schnell wieder herunten vom Erfolg."

Trotzdem erlauben sie sich zu Recht, auch ein bisschen zu träumen. Erik könnte sich eine "internationale Tournee" vorstellen und Sebastian wünscht sich, "mit der eigenen Musik auf die Musik Einfluss zu nehmen". Als den realisierbarsten Traum nennt Adrian eine eigene CD, "aber noch nicht jetzt, sowohl aus finanziellen wie auch musikalischen Gründen.

Kein Traum ist Freitag, der 28. Oktober, denn da findet nach der letzten Vorrundensendung dann ab 22 Uhr das Finale statt. Und da sind die sympathischen jungen Musiker von Blechn Krempl auf alle Fälle wieder dabei.

Mühldorfer Anzeiger

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